Seat León Cupra Sportstourer vs Škoda Octavia Combi RS

Veröffentlicht am 08.04.2021

Duell der Familienautos

Sie gehören zu den Fahrzeugen, die die Zeiten überdauern. Der León und der Octavia sind immer auf dem neuesten Stand der Technik, sie passen sich an und entwickeln sich mit der Zeit weiter. Der ACL hatte die Gelegenheit, diese beiden familientauglichen Modelle mit identischem Fahrwerk zu vergleichen! 

Was der Octavia für Škoda, ist der León für Seat: das jeweils beliebteste Modell der beiden Marken. Der Škoda Octavia wurde 1959 erstmals produziert und ist schon lange fester Bestandteil der Automobillandschaft. Die erste Ausgabe dieses  Modells wurde bis 1971 produziert. Erst 1996 kam eine neue Version des Octavia auf den Markt. Die Produktion dieses Modells läuft bis heute ohne Unterbrechung und der Name Octavia, der für eine Silhouette steht, die immer wieder neue Generationen inspiriert, gehört mittlerweile zum festen Erbe der Automobilgeschichte. 

Das Modell León kam 1999 auf den Markt. Die kompakte Limousine erlebte ihre Sternstunde bisher mit der zweiten Generation,  die von 2005 bis 2012 produziert wurde. 2020 wird der León IV mit einer kompakten Limousinenversion, aber  auch einem Kombi namens „Sportstourer“ geboren. 

Unsere Testmodelle waren ein Škoda Octavia Combi RS und ein Seat León Cupra  Sportstourer. Cupra war lange Zeit der sportliche Zweig  von Seat, ist aber heute zu einer eigenen Marke geworden. Der León ist das letzte Modell, bei dem sich beide Marken den gleichen Namen teilen. Wir haben also diese beiden Autos mit sportlichem Design verglichen. Zwei Familienwagen mit ähnlichen Abmessungen, die beide wegen ihrer Sportlichkeit und  Zweckmäßigkeit geschätzt werden.
 

Seat León Cupra Sportstourer

Im vergangenen Sommer durften wir den neuesten kompakten Seat León testen. Das Innere  des Cupra hat in uns sofort Erinnerungen wachgerufen. Wie bereits erläutert, war Cupra  ursprünglich die Sportabteilung von Seat. Inzwischen ist sie zu einer eigenständigen Marke  geworden, daher ist es nur normal, dass sie vertraut wirkt. Letztendlich ist der Cupra León  nichts anderes als ein Seat León mit einem sportlicheren Aussehen. Dieser „Rennsport“-Geist  findet sich auf vielen Elementen, wie z. B. dem Lenkrad, wieder. Dort befinden sich auch zwei  Tasten, eine zum Starten/Stoppen des Motors, die andere zum Wechseln des Fahrmodus.  Letztere sorgt nicht nur für ein sportliches Aussehen, sondern ermöglicht es Ihnen, die Augen  auf der Straße zu lassen, ohne die Multimedia-Oberfläche durchgehen zu müssen, auf der sich  die Moduswechsel normalerweise befinden. Auch die für Cupra charakteristische Farbe findet  sich in einem Hauch von Kupfer auf verschiedenen Zubehörteilen wieder, was für ein bisschen Farbe in diesem eher nüchternen Innenraum sorgt. 

Wenn sich jemand für eine Kombi-Version entscheidet, dann meistens vor allem, um sperrige  Gegenstände zu transportieren. Die Frage nach der Praxistauglichkeit und der Kapazität des  Kofferraums steht hier also im Vordergrund. Der Kofferraum des Cupra Sportstourer ist zwar  recht einfach gehalten, bietet aber ausreichend Platz für eine Familie, die regelmäßig mit  Gepäck unterwegs ist. Wenn z. B. lange Holzbretter nach Hause gebracht werden müssen, lassen sich die hinteren Sitze mit einem Sitzhebel ganz einfach umklappen. Ohne umgeklappte Sitze beträgt sein Volumen 470 Liter, also ein sehr geräumiger Kofferraum für den Familienurlaub.
 


 

Škoda Octavia Combi RS

Bei Škoda dominiert vor allem der Aspekt der Praktikabilität. Beim Öffnen des Kofferraums präsentiert sich einem eine Ladefläche von 640 Litern – da kann man durchaus ins Staunen geraten. Zusätzlich zu seinem Volumen bietet der Škoda eine Vielzahl von  Ablagekombinationen, darunter die klappbare Kofferraumabdeckung, inzwischen ein  Markenzeichen des tschechischen Autobauers, sowie ein kleines, hoch hängendes Netz zum  Ablegen kleiner leichter Gegenstände. An den Seiten befinden sich klappbare Haken, an  denen Einkaufstaschen befestigt und die bei Nichtgebrauch heruntergeklappt werden können.  So bleibt das gesamte Volumen des Kofferraums erhalten. 

Der Škoda Octavia  eignet sich perfekt für jemanden, der am Wochenende gerne bastelt. Die  Konstrukteure haben das verstanden und einen magischen Knopf eingebaut, auch dieser  befindet sich im Kofferraum: Einmal darauf drücken und die Anhängerkupplung installiert sich  von selbst, was sicherlich viele erfreuen wird. Vorbei sind die Zeiten, in denen man sich
auf den Boden legen und abmühen musste, um sie zu montieren!

Diese praktischen Aspekte beschränken sich nicht nur auf den Kofferraum: In der Tankklappe  befindet sich ein Eiskratzer und in den Vordertüren ist genug Platz, um eine Bürste oder einen Regenschirm zu verstauen. 

An Bord des Octavia RS werden die Passagiere von sehr sportlichen Sitzen umhüllt. Die Rückbank ist ebenfalls sehr geräumig und bietet viel  Beinfreiheit. Hier befindet sich einiges an Ausstattung: eine 230 V-Ladesteckdose und ein  Ablageplatz für Ihr Smartphone. Es wird alles getan, um so viel Stauraum wie möglich zu bieten, ohne das Wohlbefinden der Passagiere zu beeinträchtigen. Es gibt sogar eine Sonnenblende,  die direkt in  die hinteren Türen eingebaut ist, und die abnehmbaren Kopfstützen werden all jene begeistern, die nach den Erlebnissen des Tages eine Mütze Schlaf brauchen! 

Auch das Armaturenbrett bietet eine gute Verarbeitung mit Alcantara und verchromten Rändern. Hier werden wirklich hochwertige Materialien verwendet. Dies spiegelt den Aufstieg von  Škoda in das gehobene Segment wider. Vor ein paar Jahren war es noch die günstigste Marke der Volkswagen-Gruppe. Doch Stück für Stück hat sie ihre Modelle überarbeitetet und findet bei  immer mehr Menschen Gefallen. Und das hier ist das Ergebnis: ein Fahrzeug, das einfach großartig ist - komfortabel, familienfreundlich, wendig und sportlich zugleich.

 

Die Würfel sind gefallen

Die beiden Fahrzeuge der Volkswagengruppe, die für den Test zur Verfügung gestellt wurden, waren  Kombis mit sportlicher Ausstattung. Das Einzige, was sie wirklich voneinander unterschied, war ihre Antriebsart: ein Plug-in-Hybrid für den Cupra – der als einziger Antrieb für dieses Modell angeboten  wird – und ein 245 PS starker Benzinmotor für den Octavia. In puncto Komfort und Fahrzeugausstattung bieten beide eine angenehme Fahrposition mit Sportsitzen, die guten Halt geben.  Was das Ausstattungsniveau betrifft, ist der Škoda, vom praktischen Standpunkt aus gesehen, schwer zu schlagen. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die Verwendung dieser Fahrzeuge sich womöglich  unterscheidet. Im Cupra fährt man eher mit der Familie eine Runde Golf spielen, während es beim Octavia  einfacher ist, einen Anhänger anzubringen, um Verwandten zu helfen oder sein Zuhause zu renovieren. Zum Fahrverhalten lässt sich sagen, dass es sich um zwei gute Familienautos handelt, die ein sicheres Fahrgefühl vermitteln. Bei beiden Autos gibt es vielleicht einen kleinen Nachteil. Der Škoda neigt beim Anfahren leicht zum Durchdrehen der Räder. Man muss das Gas gut dosieren, um ein  Quietschen der Reifen zu verhindern. Was den Cupra betrifft, wirkt das Fahrgefühl dadurch, dass er  Batterien an Bord hat, etwas unbeholfen, was das Vergnügen insgesamt schmälert. Es ist immer schwierig,  über das Design eines Autos zu sprechen, da es ein sehr subjektives Kriterium ist. Wir möchten jedoch den Stil der Marke Cupra hervorheben: Das matte Grau in Kombination mit dem Kupfer verleiht ihm ein  raubtierhaftes Aussehen. Bei Škoda gefielen uns besonders die vorderen und hinteren Stoßstangen, die im Vergleich zu den vorherigen Generationen verfeinert wurden.



 

Modell Seat León Cupra Sportstourer Škoda Octavia Combi RS
     
Motor 1.4 e-HYBRID 2.0 TSI
Leistung 245 PS 245 PS
Drehmoment 250 Nm 37 Nm
Getriebe DSG6 (auto) DSG7 (auto)
Antrieb Allradantrieb Vorderradantrieb
0-100 km/h 7 Sek. 6,7 Sek.
Max. Geschwindigkeit 225 km/h 250 km/h
Verbrauch 1,4 l/100 km 6,6 l/100 km
Hubraum 1 395 cm3 1 984 cm3
CO2-Ausstoß 32 g/km 150 g/km
Gewicht 1 717 kg 1 520 kg
Grundpreis 42 415 € 35 650 €


 

Das Video zum Test (in französischer Sprache) 



 
 
 

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