/--/uploads/2026/01/Habay1.jpeg)
ACL-Fotoreise Tansania: Auf den Spuren der Großen Tierwanderung - Interview mit Reisebegleiter und Reisefotograf Thomas Schenker
/--/uploads/2026/02/Portrait-1-gros.jpg)
Gemeinsam unserem Partner Bollig Tours bieten wir eine außergewöhnliche Fotoreise nach Tansania an, bei der das bewusste Erleben der Natur im Mittelpunkt steht.
Erleben Sie die Faszination einer Safari im Herzen Ostafrikas – dort, wo sich einige der eindrucksvollsten Tierbeobachtungen und Fotomotive der Welt bieten. Vom lebhaften Arusha am Fuße des Mount Meru führt diese außergewöhnliche Reise zu den spektakulären Landschaften des Ngorongoro-Kraters und weiter in die endlosen Ebenen der legendären Serengeti, wo Elefanten, Löwen, Giraffen und unzählige weitere Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten und zu fotografieren sind.
Das folgende Interview wurde von Petra Carvalho von Bollig Tours geführt. ACL-Reisebegleiter und Reisefotograf Thomas Schenker berichtet darin von seinen Eindrücken und gibt spannende Einblicke in diese besondere ACL-Mitgliederreise nach Tansania.
/--/uploads/2026/02/240302-125626-Workshop-Trier-Anni-Galaxy-A54-5G.jpg)
Thomas, warum hast du dich entschieden, Reisefotograf zu werden?
Als ich nach dem Abitur zum ersten Mal allein nach Asien aufgebrochen bin, wollte ich meine Erlebnisse dokumentieren. Dabei bemerkte ich, wie glücklich mich das Fotografieren macht, insbesondere wenn mir die Kamera die Tür zu anderen Menschen eröffnet. Daraus wurde eine Leidenschaft. Seither versuche ich, mich stets zu verbessern, um das Leben und die Schönheit auf unserer Welt in Bildern festzuhalten und andere mit diesen zu begeistern.
/--/uploads/2026/02/10-Letztes-Licht-des-Tages.jpg)
Du bist einst mit dem Fahrrad bis nach Peking gefahren – bald begleitest du eine Fotoreise durch Tansania. Was fasziniert dich hier am meisten – die Menschen, die Tiere, das Licht, oder die Möglichkeit, deine Leidenschaft fürs Reisen und Fotografieren weiterzugeben?
Ganz unabhängig vom Land freue ich mich sehr darauf, meine Begeisterung für die Reisefotografie weiterzugeben, oder besser gesagt, sie mit anderen zu teilen. Wunderbare Momente in einem Foto festhalten und diese Freude mit anderen zu erleben, macht alles umso schöner. Auch auf meiner Reise entlang der
Seidenstraße gehören die Abschnitte, auf denen ich von Mitreisenden begleitet wurde und die Erlebnisse deshalb teilen konnte, mit zu den schönsten der Reise.
Der Hauptgrund nach Tansania zu gehen ist definitiv die große Tierwanderung. Dieses gewaltige Spektakel, das es so nur in Ostafrika gibt, erleben und fotografieren zu dürfen, ist einfach großartig. Im Hinblick auf Tansania hoffe ich, wie in jedem anderen Land auch, auf spannende Begegnungen mit Einheimischen, auf das goldene Licht über der Savanne in den Morgen- und Abendstunden und den Anblick des Kilimandscharo.
Was erwartest du von den Teilnehmern der Fotoreise?
Zuallererst Lust auf eine spannende Reise und natürlich Freude beim Drücken des Auslösers der Kamera. Dabei helfen Geduld, Gelassenheit und Demut – dies gilt für die Safari ebenso wie für die Reisefotografie. Denn die meisten spektakulären Erlebnisse und Bilder sind ein Geschenk des Moments. Dass am Ende alles für ein gutes Bild zusammenkommt, liegt nicht in unserer Hand, was für mich den Reiz der Reisefotografie ausmacht. Das Glücksgefühl, wenn dann alles passt, ist unbeschreiblich. Und so habe ich über die Jahre gelernt, mich über jedes gelungene Bild zu freuen, statt enttäuscht zu sein, wenn die Bedingungen nicht stimmen.
Ansonsten bitte ich die Teilnehmer, Fragen zu stellen. Fragen, die sie schon mitbringen, gerne gleich am Anfang der Reise, sodass wir sie dann bei der entsprechenden Fotosituation ansprechen und direkt in der Praxis umsetzen können. Jeder soll nach der Fotoreise neu erlernte Fähigkeiten und gute Fotos im Gepäck mit nach Hause nehmen. Bei technischen Fragen hilft, wenn die Bedienungsanleitung mitgebracht wird, z.B. digital als PDF.
Was mir beim Reisen wichtig ist, ist die Wertschätzung der Einheimischen. Ist man ein höflicher und dankbarer Gast, nimmt man erfahrungsgemäß die schöneren Bilder und Erinnerungen mit nach Hause. Ich habe mehrere Jahresgehälter eines Einheimischen an Kameraequipment über die Schulter hängen. Da werde ich mir meiner Privilegien immer schnell bewusst – und auch für die Einheimischen sind diese Privilegien offensichtlich. Ein Lächeln, eine respektvolle Geste und ein freundliches Auftreten machen den Reisenden auch in den Augen der Einheimischen zum willkommenen Gast. Das trägt nicht nur zur Völkerverständigung bei, sondern hilft als Reisefotograf ungemein, gelungene Fotos mit nach Hause zu bringen.
Wie gehst du mit den unterschiedlichen Fähigkeiten und Erwartungen von Amateur- und Hobbyfotografen während der Reise um?
Eine Kamera hält für jedes Können und jede Situation ein entsprechendes Programm bereit – vom Automatikmodus für blutige Anfänger bis zum vollständigen manuellen Modus für Könner. Gleich zu Anfang werden wir werden herausfinden, wo jeder Teilnehmer steht, was seine Ziele sind (z.B. möglichst viele gute Bilder machen, technische Fähigkeiten mit der Kamera verbessern usw.) und welches Kameraprogramm er entsprechend nutzen sollte. Ich bin behilflich bei der Einstellung der Programme und dem Wechsel zwischen ihnen, sodass sich eine Routine entwickelt und jeder schöne Momente in Bildern festhalten kann. Mit ein wenig Geschick entwickelt man sich während der Reise zum kreativeren Fotografen, der immer mehr Einstellungen selbst vornimmt, statt der Kamera die Entscheidung zu überlassen.
Kann auch ein Hobbyfotograf, der (noch) nicht viel Erfahrung mit Reisefotografie hat, auf die Reise buchen? Ja, natürlich geht das. Gerade für Interessierte und Anfänger der Fotografie ist die Reise das Richtige. Man ist umgeben von Leuten, die das, was man selbst lernen möchte, evtl. schon etwas besser können. Das ist ideal, denn so kann man von Mitreisenden etwas mitnehmen, nicht nur von mir. Und ich selbst helfe natürlich jedem bei der Weiterentwicklung der Fähigkeiten, die er mitbringt, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener.
Als Anfänger ist eine Sache enorm wichtig. Um ein positives Erlebnis zu haben, sollte man sich auf seine eigene Fotografie und Fortschritte konzentrieren. Der erfahrene Teilnehmer, der seit Jahrzehnten fotografiert und mehrere Tausend Euro in sein Equipment investiert hat, erzielt normalerweise bessere Bilder. Dies sollte man für sich nutzen, nachfragen, was man in der entsprechenden Situation besser machen kann und sich nicht entmutigen lassen. So lernt man schnell hinzu.
Benötige ich als Reisegast eine professionelle Fotoausrüstung oder kann ich auch mit dem Handy fotografieren?
Eine professionelle oder semi-professionelle Ausrüstung ist kein Muss, auch wenn sie auf Safari tatsächlich hilft, bessere Bilder zu machen als mit einer kompakten Kamera oder dem Handy – sogar noch mehr als generell bei der Reisefotografie. Im Gegensatz zu anderen Reisemotiven kommt man bei einer Safari nicht immer nah an die Tiere heran. Hier sind Teleobjektive von Vorteil.
Diese sind in kompakten Kameras selten verbaut. Auch in Handys gibt es sie in akzeptabler Qualität nur in den teuren Modellen und eingeschränkter Reichweite und mit fehlender Tiefenschärfe. Man bekommt nur sehr begrenzt einen unscharfen Hintergrund hin und es wird schwierig, die Tiere so freizustellen, dass sie sich schön vom Hintergrund abheben. Trotzdem kann es auch mit einem Handy gelingen, sehr gute Bilder zu machen. Bei meinem Besuch im Affenwald in Azrou in Marokko habe ich kürzlich mein bestes Bild mit meinem 5x-Teleobjektiv am Handy gemacht. Wenn die Bedingungen es hergeben, ist das möglich. Jedoch ist man natürlich limitierter als mit einer herkömmlichen Kamera. Am Ende ist es eine Frage des Anspruchs, den man an seine Bilder hat.
Wer mehr als ein Handy möchte, es aber trotzdem einigermaßen einfach halten möchte, kann eine Superzoom-Kamera in Erwägung ziehen, also eine kompakte Kamera, die ein Objektiv mit großem Zoombereich besitzt. Weitere Informationen erhalten Sie in einem gut sortierten Fachgeschäft.
Wie bereitet man sich auf eine solche Fotoreise vor? Gibt es spezielle Techniken oder Ausrüstungsgegenstände, die du empfiehlst?
Natürlich kann man sich selbst schon im Vorfeld mit Tier- bzw. Safarifotografie oder den Funktionen seiner Kamera beschäftigen. Das ist aber nicht zwingend nötig, denn ich hole auf der Reise jeden da ab, wo er mit seinen Fähigkeiten steht.
Wichtiger ist, sich zu überlegen, was man mitnimmt und wie man sein Equipment im Geländewagen organisiert (Fotorucksack oder -tasche, Kameragurt, usw.), um alles schnell griffbereit zu haben. Grundsätzlich empfehle ich, nicht nur eine Kamera und ein Objektiv dabei zu haben, sondern immer ein Backup, falls etwas kaputt geht. Das kann notfalls auch das Handy sein.
Als Zubehör können Beanbags sinnvoll sein, um die Kamera am Fahrzeugrand aufzulegen. Wer nicht immer durch die Kamera schauen möchte, kann zusätzlich ein Fernglas mitbringen. Und wer Fotos von einem niederen Standpunkt aus machen möchte, sollte ein Stativ oder ein Monopod mitbringen um die Kamera aus dem Fahrzeug in Bodennähe halten zu können. Um nicht auf den Selbstauslöser angewiesen zu sein, ist es sinnvoll, über einen Fernauslöser oder eine Handy-App auszulösen.
Da viele Apps eine Auslöseverzögerung haben, und die Technik nicht ganz einfach ist, übt man das am besten auch schon zu Hause. Wichtig sind genügend SD-Karten, Ersatzakkus und die Möglichkeit, diese zu laden. Für die Kamerareinigung sind mehrere Mikrofasertücher (evtl. einzeln luftdicht verpackt) sinnvoll, ein Blasebalg, ein Reinigungsstift einer namhaften Marke, Brillen- bzw. Objektivreinigungsfeuchttücher (einzeln verpackt) und/ oder Objektivreinigungsflüssigkeit. Außerdem muss man darüber nachdenken, wie man seine Fotos auf der Reise sichern will.
Gibt es während der Reise, z.B. zwischen den Safari-Touren, Möglichkeiten die gemachten Fotos (gemeinsam) zu analysieren?
Wir werden uns definitiv immer mal wieder Zeit nehmen, gemeinsam einzelne Bilder von Teilnehmern zu analysieren, denn Feedback ist ein wichtiger Bestandteil des Lernens und hilft uns, uns zu verbessern.
Wird auch die Nachbereitung von Fotos ein Thema auf der Reise sein?
Wenn es gewünscht wird, kann ich etwas zur Bildauswahl- und -bearbeitung sagen und vielleicht exemplarisch an ein paar Bildern zeigen, wie man vorgeht. Damit man aus Hunderten Fotos die Richtigen filtert. Für eine detaillierte Auswahl und Bearbeitung der Bilder des ganzen Tages bleibt uns auf der Reise leider keine Zeit, da wir sehr viel unterwegs sein werden und uns deshalb hauptsächlich darauf konzentrieren werden, gute Fotos von unseren Exkursionen heimzubringen.
Kann ich auch mitfahren wenn mein Focus nicht auf der Fotografie, sondern auf dem Erlebnis der Reise an sich liegt?
Natürlich! Denn generell steht bei jeder Reise das Erlebnis an allererster Stelle! Dementsprechend kann auch jemand mit, der nur an der Reise und nicht am Fotografieren interessiert ist. Man sollte sich natürlich bewusst sein, dass man möglicherweise mit mehreren «Fotonerds» durch die Savanne kurvt. Da wäre es schwierig, wenn man es nicht mag, wenn nebenan ständig Kameras klicken.
Was würdest du all jenen sagen, die noch zögern, sich dieser Reise anzuschließen?
Wer die Chance haben möchte, Zeuge der großen Tierwanderung in der Serengeti zu werden und unglaubliche Fotos davon mit nach Hause zu bringen, der sollte sich einen Platz auf dieser Reise sichern.
Hinweis von Bollig Tours: Unser Reisetermin ist so gewählt, dass Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Zeuge dieses beeindruckenden Naturschauspiels, der großen Tierwanderung, werden. Bitte beachten Sie jedoch: Da es sich um ein Naturereignis handelt, können wir keine Garantie für den exakten Zeitpunkt oder Verlauf der Tierwanderung geben.
Noch eine Frage zum Abschluss: Was war der emotionalste Moment, den du als Reisefotograf erlebt hast?
Es gibt einige Portraits, die mir sehr viel bedeuten. Wenn ich Menschen fotografieren darf, spüre ich oft eine besondere Verbindung zu ihnen. Die Kamera verbindet meine Welt und die meines Gegenübers für einen kurzen Moment, den wir gemeinsam erleben dürfen. Da gab es immer wieder sehr besondere Situationen – ein marokkanisches Hirtenmädchen, dessen Hände von der Arbeit mit den Ziegen in der kargen Landschaft zeugen; ein kirgisischer Halbnomade hoch oben auf seinem Pferd bei einem Bergpass, begleitet von seinen zwei Hunden; eine junge Frau, die in der Notre Dame eine Kerze anzündet. Das sind Bilder, die ich ständig in meinem Herzen trage.
Ein Foto steht dabei besonders heraus: ein kleines Mädchen in Kosovo, das kurz in die Kamera lächelt, bevor es wieder mit seinen Freunden in den Gassen des Dorfs verschwindet. Das Bild ist technisch bei Weitem nicht perfekt, ich war zu unachtsam. Trotzdem hat mich das Lächeln dieses Mädchens etliche Jahre lang motiviert, weiter zu fotografieren und erinnert mich heute noch daran, warum ich gerne auf den Auslöser drücke.
Ich bin sehr gespannt darauf, ob es mir mit den Wildtieren in Tansania genauso geht, wenn sie mir durch meine Kamera hindurch in die Augen schauen.
Möchten Sie diese besondere Erfahrung selbst erleben?
Begleiten Sie uns auf dieser außergewöhnlichen Fotoreise nach Tansania und entdecken Sie grandiose Landschaften, eine faszinierende Tierwelt und unvergessliche Momente im Herzen Ostafrikas – gemeinsam mit dem ACL und Bollig Tours.
/--/uploads/2025/12/shutterstock_2545857259.jpg)
/--/uploads/2025/11/fotograf-shutterstock_348663044.jpg)