Räder selbst wechseln
Winterreifen werden in der Regel zwischen Oktober und Ostern gefahren, der richtige Zeitpunkt hängt aber vor allem vom Wetter ab. Ein Radwechsel erfordert etwas Erfahrung. Wenn Sie unsicher sind, überlassen Sie ihn einer Fachwerkstatt. Andernfalls gehen Sie wie folgt vor.
Bevor Sie beginnen: Reifen kontrollieren
Nutzen Sie den Wechsel, um Folgendes zu prüfen:
- Das Profil: 1,6 mm sind das gesetzliche Minimum, der ACL empfiehlt jedoch mindestens 3 mm im Sommer und 4 mm im Winter.
- Das Alter: Suchen Sie den „DOT”-Code an der Reifenflanke. Ein Sommerreifen verliert nach etwa 6 Jahren an Wirksamkeit, ein Winterreifen nach etwa 5 Jahren.
- Schäden: Schnitte, Beulen, ungleichmäßiger Verschleiß. Ein beschädigter Reifen muss ersetzt werden.
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Das Material
- Stabiler Wagenheber
- Radschlüssel
- Felgenschloss (Felgenschlüssel, falls erforderlich)
- Drahtbürste
- Spezialfett
- Drehmomentschlüssel
- Kompressor
Die Arbeitsschritte
| 1 | Stellen Sie das Fahrzeug auf festem, ebenem Untergrund ab. Ziehen Sie die Handbremse an und legen Sie den 1. Gang ein (bzw. bringen Sie den Wählhebel beim Automatikgetriebe auf „P”). |
| 2 | Entfernen Sie ggf. die Radkappen und lösen Sie die Radschrauben bzw. Radmuttern leicht, solange das Fahrzeug noch auf dem Boden steht. |
| 3 | Setzen Sie den Wagenheber an den vom Hersteller vorgesehenen Aufnahmepunkten an (siehe Bedienungsanleitung). |
| 4 | Heben Sie das Fahrzeug an, bis das Rad frei ist, schrauben Sie die Schrauben bzw. Muttern vollständig heraus und nehmen Sie das Rad ab. Legen Sie es aus Sicherheitsgründen unter das Fahrzeug. |
| 5 | Reinigen Sie die Auflagefläche mit der Drahtbürste und fetten Sie sie ganz leicht ein. Die Bremsscheibe muss fettfrei bleiben. Fetten Sie die Radschrauben nicht ein. |
| 6 | Montieren Sie das neue Rad und schrauben Sie es von Hand an, mit dem Konus zur Felge hin. Ziehen Sie das abgenommene Rad unter dem Fahrzeug hervor und lassen Sie den Wagenheber wieder ab. |
| 7 | Ziehen Sie die Schrauben über Kreuz mit dem Drehmomentschlüssel an, mit dem in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs vorgeschriebenen Drehmoment. Bringen Sie die Radkappen wieder an. |
Achtung: Winterreifen sind häufig laufrichtungsgebunden. Ein Pfeil auf der Reifenflanke zeigt die Laufrichtung an. Montieren Sie die Reifen mit dem meisten Profil auf der Hinterachse, es sei denn, die Dimensionen an Vorder- und Hinterachse unterscheiden sich.
Wichtig: Vergewissern Sie sich, dass alle Räder korrekt festgeschraubt sind.
Nach dem Wechsel
- Stellen Sie den Reifendruck ein (angegeben auf dem Aufkleber an der Fahrertürsäule, in der Tankklappe oder in der Bedienungsanleitung) und setzen Sie das Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) zurück, falls Ihr Fahrzeug damit ausgestattet ist.
- Kontrollieren Sie den Reifendruck mindestens alle drei Wochen.
- Ziehen Sie die Radschrauben vorsichtshalber nach etwa fünfzig Kilometern nach.
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Räder einlagern
- Waschen Sie die kompletten Räder, um den Bremsstaub zu entfernen.
- Pumpen Sie sie leicht auf und stapeln Sie sie liegend oder hängen Sie sie an der Wand auf. Reifen ohne Felge werden stehend gelagert und von Zeit zu Zeit „gedreht”.
- Wählen Sie einen trockenen, dunklen Raum, frostfrei, ohne Öl und fern von jeder Heizung.
- Beschriften Sie jedes Rad (vorne links, hinten rechts usw.), damit Sie wissen, wo es wieder montiert wird.
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