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ACL-Winterreifentest 2017

Veröffentlicht am 27.09.2017

Vier von 32 getesteten Winterreifen haben beim aktuellen Reifentest der europäischen Automobilclubs (darunter natürlich auch der ACL), das Urteil „gut“ bekommen.

Sechsundzwanzig Reifen wurden als „befriedigend“ eingestuft, während sich ein Modell mit einem „ausreichend“ zufrieden geben musste. 1 Winterreifen stuften die Tester als „mangelhaft“.

Dimension 195/65 R15

Für den aktuellen Winterreifentest wurden 16 Reifenmodelle in der Dimension 195/65 R15 überprüft. Die Reifengröße gehört mit einem Marktanteil von 13% zu den meistverkauften Winterreifen und ist für eine Vielzahl an Fahrzeugen der unteren Mittelklasse passend. Als Testfahrzeug diente ein VW Golf.

Von den 16 getesteten Reifenmodellen überzeugen drei Modelle mit einem guten Gesamtergebnis. 12 Modelle müssen sich mit einem befriedigenden Urteil zufriedengeben und ein Modell kommt aufgrund deutlicher Schwächen auf trockener Fahrbahn nicht über das Gesamtergebnis „ausreichend“ hinaus.

Die Testsieger:

Der erstmals getestete Continental WinterContact TS860 überzeugt als einzige sogenannte Premiummarke mit dem Gesamturteil „gut“. Auf den Plätzen folgen mit ebenfalls einem guten Gesamtergebnis der ESA+ TECAR Super Grip9 und der Kleber Krisalp HP3. Erstaunlich dabei ist, dass beide Reifenmarken eigentlich als Zweitmarken bekannter Reifenhersteller platziert sind, aber beide besser abschneiden als die jeweilige Hauptmarke. Der ESA+ TECAR Super Grip 9, ein Produkt für die Einkauforganisation des Schweizer Auto- und Motorradgewerbes, wird von Goodyear entwickelt und produziert und lässt im aktuellen Test die beiden Hauptmarken Goodyear und Dunlop alt aussehen. Ähnlich verhält es sich beim neuen Kleber Krisalp HP3, ein sogenanntes Quality-Produkt aus dem Hause Michelin. Im aktuellen Test schlägt der Kleber den Michelin Alpin 5 insbesondere auf Schnee um Längen.

Das Mittelfeld:

Das Mittelfeld setzt sich aus insgesamt 12 Modellen zusammen. Die beiden Winterreifen von Dunlop und Goodyear zeigen nur in einem Kriterium eine etwas schwächere Leistung. So wird der Dunlop Winter Response 2 aufgrund der Trockeneigenschaften und der Goodyear UltraGrip9 aufgrund leichter Schwächen im Schnee abgewertet.

Die restlichen 10 Modelle hingegen zeigen mindesten in zwei Kriterien gleichzeitig Schwächen, am häufigsten auf nasser Fahrbahn und auf Schnee. Das Schlusslicht: Insbesondere aufgrund deutlicher Schwächen auf trockener Fahrbahn wird der Semperit Master-Grip 2 auf ein ausreichendes Urteil abgewertet und steht somit an letzter Stelle des Vergleichs. Zusätzlich zeigt das Produkt auf Eis und im Verschleiß leichte Schwächen.

Winterreifen haben generell einen im Vergleich zu Sommerreifen deutlich längeren Bremsweg auf trockener Fahrbahn. So fällt der Bremsweg mit einem mittelmäßigen Sommerreifen immer noch um rund vier Meter kürzer aus, als mit dem besten Winterreifen. Aber auch unter den Winterreifen gibt es Unterschiede. Während der Continental WinterContact bei einer Bremsung aus 100 km/h bereits nach 44,6 m steht, benötigt der Semperit Master-Grip 2 rund 2,5 Meter mehr Strecke, bis das Fahrzeug zum Stillstand kommt.

Insbesondere bei den Nasseigenschaften zeigen die Winterreifen Performanceunterschiede. Das wird deutlich bei den maximalen Durchfahrgeschwindigkeiten, die während des Tests bei der Aquaplaning-Messung ermittelt wurden. Die für die untere Mittelklasse recht schmale Dimension 195/65 R15 zeigt zwar insgesamt ein positives Aquaplaning-Verhalten, dennoch zeigen sich Unterschiede zwischen den Kandidaten. Während der Continental erst bei einer Durchfahrgeschwindigkeit von knapp 93 km/h aufschwimmt, zeigt der Sava Eskimo S3+ bereits bei 79 km/h Aquaplaning. Generell wird aber deutlich, dass in der aktuellen Reifengröße Winterreifen meist bessere Aquaplaning-Eigenschaften aufweisen, als Sommerreifen. Selbst der auf Aquaplaning spezialisierte Sommerreifen von Uniroyal (89 km/h) muss sich den besten Winterreifen geschlagen geben.

Neues im Test:

Die Fahreigenschaften auf Schnee für den aktuellen Winterreifentest wurden erstmals in Finnland auf dem Testgelände der Firma Testworld durchgeführt. Aufgrund der unbeständigen Wetterverhältnisse auf dem ehemaligen Schneetestgelände in der Schweiz haben sich die Partner für den Umzug nach Finnland entschieden. Das Testgelände Testworld in Ivalo bietet verschiedene Vorteile. Ivalo befindet sich im Norden Finnlands, nördlich des Polarkreises, damit sind die Voraussetzungen bezüglich Temperatur- und Schneesicherheit am Risikoärmsten. Die professionelle, vielzählige Ausrüstung zur Streckenpräparation unterstützt die schnelle und flexible Teststrecken-Aufbereitung. Durch die große Anzahl an Teststrecken stehen dem Testteam einige Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung. Einer der größten Vorteile ist das abgeschlossene Gelände. Kein Unbefugter hat Zutritt, kein Fußgänger oder anderer Verkehrsteilnehmer kommt (unbemerkt) auf die Teststrecke. Inklusive der Auslaufzonen herrschen auf dem Testgelände die bestmöglichen Sicherheitsverhältnisse.

Resultate Dimension 195 65R15
 

Dimension 215/65 RH

Für den aktuellen Winterreifentest wurden 16 Winterreifenmodelle in der meistverkauften SUV Dimension 215/65 R16 überprüft. Als Testfahrzeug diente ein VW Tiguan.

Von den 16 getesteten Reifenmodellen erreicht nur ein Modell das Gesamturteil „gut“, ein Modell fällt mit dem Urteil „mangelhaft“ durch. Der Großteil – immerhin 14 Modelle – kommt aufgrund unterschiedlicher Schwächen nicht über das Urteil „befriedigend“ hinaus.

Der Testsieger:

Der Dunlop Winter Sport 5 leistet sich keine Schwächen und erzielt damit als einziger SUV-Reifen im Testfeld das Gesamturteil „gut“. Der Dunlop überzeugt vor allem auf nasser Fahrbahn, hier erhält er die Bestnote im Testfeld. Aber auch die guten Eigenschaften bei Verbrauch und Verschleiß unterstreichen das gute Abschneiden. Lediglich die Wintereigenschaften Schnee und Eis sind nicht überragend, aber auch hier reicht es noch zu einer guten Bewertung.

Das Mittelfeld:

Das Mittelfeld setzt sich aus insgesamt 14 Modellen zusammen. Man kann kein Kriterium als eindeutige Ursache für Abwertungen ausmachen. Die meisten Reifen werden aufgrund von Schwächen auf nasser, trockener und/oder schneebedeckter Fahrbahn abgewertet. Auffällig ist der Continental ContiWinterContact TS 850P SUV. Dieser Reifen überzeugt mit solider Performance, zeigt aber auf Eis leichte Schwächen, was zur Abwertung führt. Der Pirelli Scorpion Winter zeigt zwar Schwächen auf Schnee und Eis, wird aber aufgrund des erhöhten Kraftstoffverbrauchs mit der Gesamtnote „2,8“ beurteilt. Acht der abgewerteten Modelle weisen mehr als eine Schwäche auf.

Das Schlusslicht:

Nicht überzeugen kann der Nankang Snow SV-2. Der Reifen zeigt sowohl auf nasser als auch auf schneebedeckter Fahrbahn gravierende Schwächen – dieser Reifen ist als Winterreifen schlicht untauglich. Unverständlich, wie dieser Reifen für den Nassgriff das Reifenlabel „C“ erhalten konnte.

Resultate Dimension 215/65 RH
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