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Fahrerablenkung: Telefon, Tablet und Navigationssystem

Fahrerablenkung: Telefon, Tablet und Navigationssystem


Telefonieren am Steuer wird härter bestraft


Noch kurz vor der Sommerpause haben die Abgeordneten den Gesetzentwurf 7985 verabschiedet. Er verschärft die Strafen vor allem für die Nutzung des Telefons am Steuer erheblich.

Am Freitagabend, dem 21. Juli. Gefühlt ist das Land bereits halb im Urlaub, nur die Abgeordneten noch sind es noch nicht. Sie stimmen in einer Plenarsitzung mit großer Mehrheit (56 Stimmen) für den Gesetzentwurf 7985. Er verfolgt zwei Ziele. Zum einen erleichtert er die Anmeldung und die Haftpflichtdeckung von Importfahrzeugen, indem er den Begriff des „Inhabers einer Anmeldebescheinigung“ einführt. Zum anderen sieht er härtere Strafen bei Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung vor. Diese zielen insbesondere auf die Nutzung eines Telefons (oder ganz allgemein eines Bildschirms) beim Fahren. Zudem werden die Verfahren für den Nachweis von Drogen am Steuer vereinfacht.

Seither haben die Parlamentswahlen die Karten neu gemischt. Das Gesetz ist im Memorial veröffentlicht worden und in Kraft getreten Anfang November. Künftig verliert ein Autofahrer vier Punkte (statt zwei), wenn er beim Autofahren in Luxemburg am Steuer telefoniert. Zudem muss er eine Geldbuße von 250 Euro zahlen statt bisher 145 Euro. Außerdem wird es verboten, ein „Telefongerät oder jegliches andere mit einem eingeschalteten Bildschirm ausgestattete Gerät“ zu verwenden, sobald sich das Fahrzeug bewegt.
 

Strittige Situationen vermeiden

Konkret soll dieses Gesetz die Arbeit der Polizei vor Ort erleichtern. Denn sie war bisher mit einem Gesetzestext konfrontiert, der bestimmte Lücken aufwies und für strittige Situationen bei Verkehrskontrollen sorgte. „Der Text passte wirklich nicht mehr ganz in die Zeit. Wir haben uns bei der Ausarbeitung dieses Gesetzes an den französischen und belgischen Gesetzestexten orientiert“, erläutert Alain Disiviscour, der Beauftragte der „Direction de la Circulation et de la Sécurité routières“ beim Ministerium für Mobilität.

Was ist letztendlich erlaubt und was verboten? „Zusammenfassend kann man sagen, dass man die Hände am Lenkrad haben muss. Es ist verboten, beim Fahren ein Telefon in der Hand zu halten oder ein Gerät mit einem Display zu bedienen. Erlaubt ist es beim Parken, nicht aber beim Anhalten wie an einer roten Ampel beispielsweise“, ergänzt Alain Disiviscour.

Im Klartext bedeutet das, dass Sie Ihre Apps nutzen können, auch Android Auto oder Apple Carplay, wenn Sie sie über Sprachsteuerung oder Tasten am Lenkrad bedienen. Und was ist mit der Smartwatch, wie ein Abgeordneter am Tag der Abstimmung wissen wollte? „Dabei geht es nicht um das Ablesen der Uhrzeit. Doch das Lesen von Textnachrichten über eine Smartwatch bleibt verboten“, stellt der Beamte des Ministeriums klar.

Der ACL erinnert noch einmal daran, dass die Nutzung des Telefons am Steuer eine gefährliche Ablenkung darstellt. Der Club empfiehlt, mit seinem Fahrzeug anzuhalten, bevor man sein Gerät verwendet.
 


2.200

Laut Regierung haben sich allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres rund 2.200 Autofahrer eine gebührenpflichtige Verwarnung eingehandelt, weil sie sich beim Fahren von ihrem Mobiltelefon haben ablenken lassen.
 


 
Letzte Aktualisierung: 07.11.2023