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Die Straßeninfrastruktur

Ein Straßennetz im Dienst der Mobilität

Der Kampf gegen die Unsicherheit im Straßenverkehr erfordert eine Analyse der drei Grundelemente jeder Form der Mobilität: der Mensch, das Fahrzeug und die Umwelt, in der sich beide bewegen. Die Infrastruktur spielt daher eine maßgebliche Rolle für die Sicherheit unserer Fortbewegung, zugleich aber auch für die Qualität und Effizienz unserer Mobilität. Vor diesem Hintergrund hat der ACL die Grundsätze festgelegt, die ihn bei seinem Handeln und seinem Einsatz für eine moderne, sichere und nachhaltige Straßeninfrastruktur leiten, die an den gegenwärtigen und künftigen Mobilitätsbedarf angepasst ist.
Dabei geht der ACL von einer Reihe von Feststellungen aus, wie z. B. von dem Umstand, dass das öffentliche Straßennetz innerhalb von 15 Jahren lediglich um 90 km erweitert wurde, während die Bevölkerungszahl von 469 100 Ende 2005 auf 576 200 am 31.12.2015 gestiegen ist. Hinzu kommt, dass die Zahl der Grenzgänger im selben Zeitraum um 50 000 zugenommen hat.
Mobilität ist ein Grundbedürfnis des Menschen und fester Bestandteil des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens. Auch wenn sich die Verkehrsmittel, die diese Mobilität gewährleisten, im Laufe der Jahrhunderte verändert haben und sich auch in den kommenden Jahrhunderten weiterentwickeln werden, bleibt der Mobilitätsbedarf an sich eine Konstante.
Die Erfindung des Autos hat die Organisation menschlicher Gesellschaften von Grund auf verändert und die Entwicklung der Städte und ländlichen Gebiete geprägt. Der Erfolg des Pkw hat seine Ursache in dem Gefühl der Freiheit des Einzelnen, das die „Auto“-Mobilität vermittelt. Autofahrer können jederzeit entscheiden, wann sie wohin wollen. Doch die Freiheit des Einzelnen stößt auf jene anderer und zuweilen auch auf das Allgemeininteresse.
Der Staat hat zwar in den öffentlichen Verkehr investiert, um die Mobilität zu verbessern, die Ergebnisse sind jedoch sehr enttäuschend, wie die Movilux-Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Ilres erneut gezeigt hat.
Daher tritt der ACL zwar weiterhin für die Nutzung des privaten Pkw ein, spricht sich heute aber gleichzeitig für eine umfassende Verkehrspolitik aus. Die Mobilität unserer Bürger muss durch unterschiedlichste Verkehrsmittel gewährleistet werden. Dabei gilt es, die Auswirkungen der Mobilität auf die Umgebung des Menschen und die Natur so weit wie möglich zu begrenzen.
Der ACL befürwortet die derzeitigen Zielsetzungen der nachhaltigen Mobilitätsstrategie MoDu für den Modal Split. Ohne Investitionen in die Infrastruktur wird es jedoch nicht möglich sein, mit der stetigen Zunahme des nationalen, grenzüberschreitenden und internationalen Straßenverkehrs Schritt zu halten. Der ACL empfiehlt aus diesem Grund insbesondere Folgendes:
- Prioritätensetzung auf die Projekte für die großen Straßenachsen und hier zunächst der dreispurige Ausbau der Achse Arlon-Luxemburg-Thionville;
- Vereinfachung der Verwaltungsverfahren zur Umsetzung von Infrastrukturgroßprojekten;
- Höhere Investitionen in eine sichere Infrastruktur und in die passive Sicherheit;
- Umsetzung geplanter oder in Erwägung gezogener Ortsumgehungen, um den Verkehrsfluss und die Lebensqualität in den entlasteten Orten zu verbessern;
- Konkretisierung der Initiativen, die Verbesserungen bei der geteilten Mobilität ermöglichen, wie z. B. Investitionen in das Radwegenetz;
- Bau von Park-and-ride-Anlagen sowie Entwicklung von damit verbundenden Mobilitätsdiensten, wie z. B. die Anbindung an den öffentlichen Verkehr und die Kofinanzierung dieser Art von Infrastrukturen in der Großregion.
Die Infrastruktur ist ein wesentliches Element der Mobilität, unabhängig vom jeweils gewählten Verkehrsmittel und der Art der Motorisierung. Sie darf nicht vernachlässigt werden und muss sich weiterentwickeln.