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80 km/h auf Landstraßen

Vorrang für die sichere Ausstattung des Straßennetzes
 

Der ACL ist gegen eine generelle Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 90 auf 80 km/h außerhalb von Ortschaften, wie sie von der Vereinigung für Verkehrssicherheit „Sécurité Routière Asbl“ gefordert wird. Dänemark, das häufig von den Verfechtern eines Tempolimits von 80 km/h angeführt wird, hat im Übrigen auf einigen seiner Straßen die Höchstgeschwindigkeit von 80 auf 90 km/h angehoben. Zwischen 2011 und 2014 durchgeführte Tests, die mittlerweile auf noch mehr Straßen ausgeweitet wurden, haben nämlich gezeigt, dass diese Anhebung auf sicheren Straßen keinerlei negative Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit hatte und einen besseren Verkehrsfluss bewirkt hat, ohne dass sich die Durchschnittsgeschwindigkeit erhöht hätte.
Dies ist ein ausgezeichnetes Beispiel für die Bedeutung der Rolle der Straßeninfrastruktur für die Sicherheit.
Die von der Straßenverkehrsordnung vorgegebenen Regelungen machen unsere Straßen nur dann sicherer, wenn sie auch beachtet werden. Bevor weitere Verbote und Pflichten in die Straßenverkehrsordnung aufgenommen werden, würde es der ACL begrüßen, wenn es Aktionen zur Förderung der Einhaltung der bereits heute geltenden Regelungen gäbe – z. B. Schulungen von Fahranfängern, kontinuierliche Sensibilisierung aller mobilen Verkehrsteilnehmer, Eliminierung der Unfallschwerpunkte, Kontrolle der Einhaltung geltender Pflichten oder aber Überlegungen bezüglich effizienterer Sanktionen gegen jene, die sich von den verstärkt repressiven Maßnahmen der letzten Jahre nicht haben beeindrucken lassen.


Communiqué de presse : Priorité aux aménagements sécuritaires du réseau routier