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Renault Captur

Veröffentlicht am 04.02.2020

Zweite Generation des schicken Mini-SUV

Schick sieht er aus, der neue Renault Captur. Klar gezeichnet, wohl proportioniert, irgendwie total sympathisch. Und so hat sich schon die erste Generation des Captur zu einem Bestseller von Renault gemausert. Die zweite Generation ist nun noch einmal deutlich verfeinert worden. Die Technik auch? Das klärt unser erster Fahrbericht.

Zwar bleibt der Captur dem Segment der Mini-SUV treu und tritt weiterhin gegen Seat Arona, Hyundai Kona, VW T-Cross oder Mazda CX-3 an, doch wächst der Franzose um stolze elf  Zentimeter auf jetzt 4,23 Meter Länge. Optisch erkennbar ist das neue Modell an der neu gestalteten Front, der stärker abfallenden Dachlinie, der höheren Gürtellinie und daran, dass die Chromspange an der Hecktür wegfiel.

Deutlich geringer als bei der Länge fällt das Plus beim Radstand aus, der nur um zwei Zentimeter zulegt. Dementsprechend bleiben auch die Innenraummaße weitgehend auf dem bisherigen Niveau. Für die hinten Sitzenden bedeutet das, dass die Bewegungsfreiheit für die Beine nicht sonderlich groß ist. Außerdem befindet sich der Kopf der Fondpassagiere jeweils recht nah an der Dachsäule. Das wirkt – auf Dauer zumindest – ein wenig beklemmend. Aber wir sitzen wie gesagt in einem Fahrzeug des Kleinwagen-Segments. Und zaubern konnte bisher noch kein Hersteller. Zugelegt hat der Kofferraum des neuen Captur. Er schluckt laut Renault jetzt 422 bis 1275 Liter, bisher waren es 377 bis 1235 Liter. Toll, dass das Stauvolumen sich zudem über die um 16 Zentimeter verschiebbare Rückbank variieren lässt. Praktisch ist auch der höhenverstellbare Ladeboden: So muss der Kasten Wasser über keine hohe Ladekante gewuchtet werden.
Und unter dem Ladeboden kann man auch noch eine ganze Menge unterbringen.

Innenraum mit schönen Details

Für ein wohnlicheres Ambiente sorgt das komplett neue Cockpit, das in der Topversion von einem großen, hochkant montierten Touchscreen dominiert wird. Die Basis startet mit einem 7-Zoll-System ohne Navigationsfunktion, arbeitet dafür aber drahtlos mit Apple- und Android-Smartphones zusammen. Das aufpreispflichtige 9,3-Zoll-Display wirkt, als sei es ein kleines Tablet. Und genauso lässt es sich bedienen, per Softtouch mit dem Finger auf die Icons oder per Fingerwisch über die Oberfläche auf eine zweite Seite.

Auf der ersten, der Startseite, befinden sich die Menüs für die wichtigsten Funktionen, also die Navigation sowie das Radio bzw. die jeweilige Musikquelle. Auf der zweiten Seite lassen sich Änderungen von Fahrzeugeinstellungen vornehmen. Zum Beispiel die Multisense-Einstellungen mit den Fahrprogrammen Sport, Eco oder Individual. Das Fahrprogramm Sport sorgt dafür, dass der Motor spritziger sowie die Lenkung straffer wird und das Automatikgetriebe die Gänge entsprechend sportlicher wählt. Einfluss auf das Fahrwerk, wie in höherpreisigen  Fahrzeugsegmenten, hat die Einstellung aber nicht.

Ein weiterer Hingucker im Innenraum: Die freischwebende Mittelkonsole, die Platz schafft für zusätzlichen Stauraum. Den futuristischen Ausleger gibt es allerdings nur zusammen mit dem elektronischen Automatikwählhebel für das Doppelkupplungsgetriebe.

Wer sich für eine Version mit Handschaltgetriebe entscheidet, dem kommt der Ganghebel vielleicht etwas zu sehr in die Höhe gewachsen vor, doch die Bedienung geht damit prima von der Hand. 

Schön anzuschauen und anzufassen sind die Verkleidungen an den Türen, den Dachholmen und dem Armaturenbrett. Der Großteil der Flächen ist dabei weich unterschäumt, und es lassen sich  Farbkombinationen aussuchen, sodass der Innenraum genau so ist, wie man sich ihn wünscht. Noch mehr Auswahl hat man bei der Farbwahl außen: Insgesamt 90 Kombinationen mit farblich abgesetztem Dach stehen im Konfigurator zur Verfügung, rechnet Renault vor.

Qual der Wahl bei den Motoren

Wie sein Technik-Spender Clio, profitiert auch der Captur von der neuen CMF-BPlattform. Die bietet zwar immer noch keinen Allradantrieb für das SUV, ist dafür aber leichter und erlaubt mit ihrer verbesserten Elektronik-Architektur auch den Einsatz neuer, meistens aufpreispflichtiger Assistenzsysteme: Abstands-Tempomat mit Stauassistent, Tempolimit-Erkennung, Spurhalte-Assistent, Notbremsfunktion, 360-Grad-Kamera, Einpark-Assistent oder Querverkehrswarner sind im Klein-SUVSegment längst keine Selbstverständlichkeit.

An Motoren bietet Renault zum Marktstart drei Turbobenzinmotoren (74 bis 113 kW) und ein Dieselaggregat (85 kW) an. Bei unserer ersten Testfahrt überzeugte der 96 kW bzw. 130 PS starke Benziner als Wahl der Vernunft. Der Motor läuft weitestgehend ruhig, zieht genügend gut durch, und die 6-Gang-Handschaltung macht ebenfalls einen guten Eindruck. Der Benziner mit 113 kW bzw. 155 PS agiert zwar deutlich kraftvoller, kostet aber mindestens 25.504 Euro. Auch weil es ihn nur mit Doppelkupplungs-Automatik sowie nur in höherwertiger Ausstattung gibt.

Das Captur-Fahrwerk ist weit entfernt von einer sprichwörtlichen Komfort-Sänfte aus Frankreich und wirkt fast ein wenig übertrieben sportlich abgestimmt. Das gilt besonders für den 155-PS-Benziner. Ein paar Monate nach Markteinführung soll der Captur auch als Plug-in-Hybrid zur Verfügung stehen. Der kombiniert einen 67 kW/90 PS starken 1,6-Liter-Benziner mit einem 53-kW-E-Motor und einem zusätzlichen, integrierten Starter-Generator (ISG), der direkt an der Kurbelwelle angreift. Die Systemleistung soll bei 118 kW/160 PS liegen, die rein elektrische Reichweite beziffert Renault auf im Normmittel 45 Kilometer, im City-Betrieb soll der Doppelherz-Captur sogar 65 Kilometer schaffen. Die elektrische Höchstgeschwindigkeit liegt bei 135 km/h. Der Stromspeicher hat eine Kapazität von 9,8 Kilowattstunden, dürfte sich also an einer 3,6-kW-Ladestation in weniger als drei Stunden aufladen lassen.

ADAC/NJ
© Renault / Yannick Brossard

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