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Peugeot 2008

Veröffentlicht am 09.10.2020

Die Wiedergeburt des Königs

Es kommt eher selten vor, dass ein Fahrzeug seinen Stil radikal ändert. Der Peugeot mit der zweiten Generation des 2008er Modells ist ein Beispiel dafür. Der SUV aus Sochaux, der große Bruder des 208, fährt seine Reißzähne und Krallen aus, um sich einen Platz an der Sonne auf Markt der City-SUVs zu erobern.

Auch wenn der Peugeot 208 erst Anfang 2020 auf den Markt kam und für Furore sorgte, steht der Peugeot 2008 seinem kleinen Bruder in nichts nach. Beide Modelle haben viele Gemeinsamkeiten, stimmen beispielsweise in Chassis und Front- und Heckleuchtendesign überein. Auch bei der Innenausstattung findet man keine markanten Unterschiede: das
i-Cockpit, das den Fahrer mit Informationen in 3D-Optik versorgt, die sogenannten Klaviertasten am Armaturenbrett, das kleine, wendige Lenkrad oder der 10-Zoll-HDTouchscreen mit  zahlreichen Funktionen. 

Design und Innenraumkomfort

Im Vergleich zur seiner Vorgängergeneration weist der 2008 große Veränderungen auf. Das alte Modell mit seinen runden Kurven weicht einem eckigen Design mit vertikalen Linien und  rechten Winkeln, die dem Fahrzeug, unterstützt von einem eher imposanten Kühlergrill, mehr Dynamik verleihen. 

Der 2008 zeichnet sich durch eine markante Linienführung aus, und die Konstrukteure haben ein facettenreiches Profil erstellt, mit ausdrucksstarker Motorhaube und kräftigen Seitenflanken vorne und hinten, die dreieckige Formen entstehen lassen. Diese Formensprache erinnert an den DS3 Crossback mit derselben originellen Linienführung an den Türen, die dem  Peugeot 2008 einen gewissen DS-Look verleihen. 

Im Vergleich zu seinem Vorgänger gewinnt der 2008 an Länge. 15 Zentimeter mehr, die sich auf den Rücksitzen direkt bemerkbar machen. Auch wenn der Zugewinn an Platz willkommen ist,  fehlt es an einigen Optionen für die Fahrgäste. Abgesehen von den zwei USB-Anschlüssen – die zur Sonderausstattung gehören – wird nicht viel geboten: kein Griff zum Festhalten und vor  allem keine Klimaanlage! Das könnte Interessenten vom Kauf abschrecken, wenn man bedenkt, dass diese Art von Fahrzeug gerne für längere Strecken genutzt wird, sowohl im Sommer als auch im Winter. Ist der Peugeot 2008 also der richtige Wagen, um in den Urlaub zu fahren? 

Motor und Fahrkomfort

Der 3-Zylinder-Motor mit 130 PS bei 230 Nm Drehmoment in einem 6-Gang-Schaltgetriebe ist identisch mit dem des 208 GT Line (siehe Autotouring Nr. 2/2020), den wir bereits getestet  haben. Das Fahrgefühl ist jedoch ein ganz anderes. Mit seiner imposanten Bauart ist der 2008 schwerer und dadurch weniger dynamisch. Auch das Feingefühl beim Lenken ist nicht  vergleichbar. Im Gegensatz zur elektronischen Lenkung des 208 ist die des 2008 vom Typ „Old School“. Nun ist dieser sportliche Aspekt nicht unbedingt das, was man bei einem City-SUV  sucht. Hier zählt Komfort vor dem Fahrerlebnis. Aber gerade in Bezug auf den Komfort überzeugt dieser SUV nicht in allen Punkten. Die Stoßdämpfung kompensiert die Unebenheiten auf der Fahrbahn, während die Position am Lenkrad bequem und die Schalthebelkonsole in einer angenehmen Höhe angeordnet ist. Die Sitze sind jedoch etwas groß geraten, was dazu führen kann,  dass einige Passagiere leichter verrutschen und sich ständig neu zurechtrücken müssen. 

Der Peugeot 2008 der zweiten Generation bietet ein attraktives Äußeres und mehr Stauraum mit einem 434 Liter großen Kofferraum. In Sachen Komfort jedoch schneiden einige seiner  Konkurrenten in niedrigeren Preisklassen besser ab. Abschließend bleibt noch anzumerken, dass der 2008 wahrscheinlich die traditionellen Kunden des großen Bruders, des 3008, ansprechen 
wird und somit künftig das Zugpferd unter den SUVs von Peugeot werden könnte.

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