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Elektrische Antriebe auf dem ACL-Prüfstand

Veröffentlicht am 08.10.2019

Mit dem Mobility Loft hat der ACL am 9. September eine neue Initiative gestartet. Dabei beraten wir unsere Mitglieder zu den verschiedenen Motorisierungsarten und sagen ihnen, welcher Antrieb am besten zu ihrem Anforderungsprofil passt.

Wir haben festgestellt, dass die Modernisierung der neuen Fahrzeuge nicht nur den Kunden Kopfzerbrechen bereitet. Auch die Vertragshändler haben Probleme, ihre Mitarbeiter im Verkauf auf die neue Technik einzustellen. Früher musste der Käufer nur zwischen Benziner und Dieselantrieb auswählen. Inzwischen stehen zusätzlich Fahrzeuge mit Elektromotoren sowie Voll- und Plug-in-Hybrid-Antrieben in den Autohäusern. Dazu kommen teils
einseitige oder polarisierende Meldungen aus den Medien und der Politik. Nur zu verständlich, dass die Verbraucher in die Abwehrhaltung gehen und den Kauf lieber aufschieben, als eine falsche Wahl
zu treffen.

Besonders absatzfördernd ist diese Situation natürlich nicht. Dass in letzter Zeit weniger Fahrzeuge zugelassen werden, hat aber auch etwas Gutes. Denn nichts ist schlimmer als ein schlecht informierter und letztendlich unzufriedener Käufer. Der ACL als landesweit angesehener Automobil-Club verfügt über Know-how in der Automobiltechnik. Wir möchten diese Stärken nutzen, um die neuen Antriebstechniken von einer neutralen und
objektiven Warte aus zu unterstützen. Sie können sich bei uns fortan zu den unterschiedlichen Motorisierungsarten informieren. Wir geben Ihnen außerdem in Zusammenarbeit mit den Autofirmen in unserer Kfz-Ausstellung die Gelegenheit, die neuen Modelle zu erkunden, Sie können die Fahrzeuge sogar in Begleitung eines Fachmanns vom ACL testen. Zusätzlich zu diesem neuen Service bieten wir Ihnen Tests zu neuen Technologien der Elektromobilität. Die Ergebnisse stellen wir in der Test-Rubrik von Autotouring oder auf unserem YouTube-Kanal vor. Zunächst wollen wir Ihnen aber die unterschiedlichen Technologien und Elektrofahrzeuge vorstellen: vom Hybrid über den Plug-in-Hybrid bis hin zum Elektromotor.


Hybrid und Plug-in-Hybrid

In einem Hybridfahrzeug steckt neben einem Verbrennungsmotor (Benziner oder Diesel) ein Elektroantrieb. Bei einigen Modellen sind sogar mehrere Elektroantriebe verbaut. Der Hauptunterschied zwischen dem klassischen Hybrid und dem Plug-in-Hybrid: Der sogenannte „Steckdosenhybrid“ lässt sich auch über das herkömmliche Stromnetz laden. Der Plug-in-Hybrid verfügt über eine entsprechend größere Batterie und eine größere Kapazität im vollen Elektromodus. Allerdings sind die Fahrzeuge auch deutlich schwerer und teurer als die klassischen Hybridlösungen: Die Plug-in-Version schlägt mit 5.000 bis 10.000 Euro mehr zu Buche. Ein weiterer Aspekt: Herkömmliche Hybridfahrzeuge laden sich beim Bremsen und teilweise auch direkt über den Verbrennungsmotor von selbst auf. Ein Pluspunkt der Plug-in-Fahrzeuge ist der staatliche Zuschuss von 2.500 Euro für den Kauf dieses Fahrzeugtyps. Voraussetzung für die staatliche Förderung ist ein CO2-Ausstoß von weniger als 50 Gramm pro Kilometer – eine Vorgabe, die nicht alle Modelle erreichen! Wenn Sie sich für einen Plug-in entscheiden, müssen Sie natürlich auch einen Stellplatz mit Ladestation haben. Andernfalls schlägt sich das nach kurzer Zeit in einem erhöhten Spritverbrauch 300 Kilo zusätzliche Last bewegen muss.

Etwa so viel bringt das Hybridsystem mit Batterie und Elektromotor zusätzlich auf die Waage. Fazit: Der klassische Hybridantrieb ist eine gute Lösung, wenn Sie nur selten weite Wege fahren. Er rentiert sich vor allem, wenn Sie sich häufig im dichten Verkehr fortbewegen und keine Möglichkeit zum Nachladen an der Steckdose haben. Auch der Plug-in-Hybrid ist für kurze Wege und dichten Verkehr gedacht – wobei das Fahrzeug zusätzlich
weniger als 50 Gramm CO2 pro Kilometer verbrauchen sollte, damit es sich lohnt. Außerdem sollten Sie die Gelegenheit haben, das Fahrzeug zu Hause und/ oder am Arbeitsplatz alle 40 bis 50 Kilometer aufzuladen.


Elektroantrieb

Das Prinzip der zu 100 Prozent elektrisch betriebenen Fahrzeuge ist schnell erklärt: Sie haben eine Batterie und einen oder mehrere Elektromotoren. Es gibt mehrere Argumente, die für den Elektromotor sprechen: Er ist mit einer Energieausbeute von 95 Prozent sehr effektiv, relativ einfach aufgebaut und wird staatlich mit einer Prämie von 5.000 Euro bezuschusst, da zumindest beim Betrieb kein CO2 anfällt. Zu den allgemein bekannten Nachteilen zählen höhere Anschaffungskosten, geringere Reichweiten und die Ladezeiten der Batterien. Es werden zwar immer bessere Ladezeiten erreicht. Für längere Strecken ist der Elektroantrieb alles andere als ideal. Er verbraucht nämlich bei höheren Geschwindigkeiten verhältnismäßig viel Energie und muss dementsprechend oft nachgeladen werden. Das Elektroauto ist damit wie gemacht für Fahrten innerhalb der Stadt und ins Umland
bei Fahrleistungen um die 10.000 Kilometer pro Jahr. Fahrzeuge mit Elektroantrieb sind die ideale Lösung für alle, die einen kompakten Zweitwagen für dieses Einsatzgebiet suchen – und das nötige Kleingeld für die Anschaffung haben!

Hinweis: Es gibt auch Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzellen, bei denen die elektrische Energie aus Wasserstoff gewonnen wird. Auf diesen Antriebstyp gehen wir nicht genauer ein, da sich der Markt aktuell auf nur zwei Modelle beschränkt und es derzeit in Luxemburg noch keine Wasserstofftankstelle gibt.

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