Der ACL hat 26 Kindersitze zu Ihrer Sicherheit getestet

Veröffentlicht am 15.11.2021

Die Auswahl eines guten Kindersitzes ist von vorrangiger Bedeutung, bevor man sich mit seinem Nachwuchs auf den Weg macht. Hier ein Überblick über die besten Angebote auf dem Markt.


In Luxemburg sind die Vorschriften sehr klar. Bis zu einer Körpergröße von 1,50 m müssen Kinder im Auto in einem Kindersitz sitzen. Das Angebot auf dem Markt ist so riesig, dass man sich gelegentlich nur schwer zurechtfindet.

Welche Sicherheitsvorrichtung sollte man wählen? Einen Sitz mit dem Rücken in Fahrtrichtung, einen Schalensitz oder eine Sitzerhöhung für die Größeren? Welcher europäischen Norm sollte man vertrauen? Die Experten des ACL haben sich mit all diesen Fragen auseinandergesetzt und geben Antworten. Bei diesem Vergleich wurden 26 verschiedene Kindersitze im Hinblick auf Sicherheit, Funktionsweise, Ergonomie, aber auch auf ihren Schadstoffgehalt geprüft. Am Ende erhielten 14 getestete Sitze die Note „gut“ und sieben Modelle die Note „befriedigend“.

Vier Sitze bekamen ein „ausreichend“: Lettas Murphy, Nuna Tres LX, Chicco Seat4Fix und Chicco Seat4Fix Air. Sie haben eins gemeinsam: Sie passen sich an alle Altersstufen und alle Körpergrößen (bis 1,50 m) an. Eine solche Vielseitigkeit erfordert Kompromisse, damit sie als Babyschalen, Kleinkindersitze und als Sitzerhöhungen eingesetzt werden können.

Babyschalen
Besondere Aufmerksamkeit wurde der Herstellung von Babysitzen gewidmet, mit denen Säuglinge von 40 bis 83 cm Größe befördert werden können. Sie erhielten übrigens die besten Noten. Besondere Erwähnung verdienen die Marken Mima und Maxi-Cosi, deren Produkte zu den besten in unserem Test gehören (siehe Tabelle).

Kleinkindersitze
Diese für 105 cm große Kinder vorgesehenen Vorrichtungen erhalten im Allgemeinen auch die Zustimmung unserer Experten, die an drei verschiedene Marken die Bewertung „gut“ vergaben. Ein Produkt fiel allerdings aufgrund des Schadstoffgehalts der verwendeten Materialien durch.

Sitzerhöhungen
Einfache Sitzerhöhungen ohne Rückenstütze sind allenfalls als Notbehelf für etwas größere Kinder zu empfehlen. Sie bieten keinen Seitenaufprallschutz. Aus diesem Grund plädieren die Experten des ACL für die Sitzerhöhung der Marke Joie. Alternativ können Eltern auch Sitze für Kinder von 70 bis 105 cm in Erwägung ziehen, die etwas schlechtere Werte aufweisen. Sie sind insgesamt sicher, haben aber den Nachteil, dass sie etwa 10 kg wiegen gegenüber durchschnittlich 5 kg bei einer Sitzerhöhung.

Welche Vorschriften gelten bei unseren Nachbarn?
In Deutschland gelten dieselben Vorschriften wie im Großherzogtum. Ein spezieller Sitz für Kinder, die kleiner als 1,50 m sind, ist Vorschrift. In Belgien und in Frankreich gelten für die Sitze andere gesetzliche Regelungen. Ein Sitz ist Pflicht für Kinder bis 1,35 m. In Frankreich ist das Alter maßgebend. Ab dem zweiten Lebensjahr braucht ein Kind keine Sitzerhöhung mehr.

Für weitere Informationen steht auf unserer Website ein Artikel über die gesetzlichen Bestimmungen über die Beförderung von Kindern im Auto in Luxemburg zur Verfügung.

Hier finden Sie die Testergebnisse. Angaben zu den einzelnen Sitzen sind auf Anfrage beim ACL erhältlich unter der Rufnummer 45 00 45-1 oder per E-Mail an acl@acl.lu.
 

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