Ein neuer Streckenradar unter dem Markusberg

Veröffentlicht am 30.11.2021

Im Kampf um mehr Sicherheit auf den Straßen wird zum 1. Dezember 2021 auf der Saarautobahn (A13) im Markusberg-Tunnel der Streckenradar in Betrieb genommen.

 

Überhöhte Geschwindigkeit ist die Ursache für die meisten schweren oder sogar tödlichen Verkehrsunfälle. In einem Tunnel mit einer geringeren Fahrbahnbreite als auf normalen Straßen sind die Konsequenzen umso dramatischer. Bei einem Unfall haben die folgenden Autofahrer nur begrenzten Handlungsspielraum. Zudem kann der Zugang für die Rettungskräfte problematisch sein, insbesondere bei einem Brand und der damit verbundenen Auslösung eines Rettungsplans.

Daher hat die Regierung beschlossen, im Markusberg-Tunnel eine automatische Radarkontrolle zu installieren. Hierbei handelt es sich neben dem Streckenradar auf der N11 zwischen Waldhof und Gonderingen um den zweiten seiner Art in Luxemburg. Die Radars werden durch Schilder am Eingang der Tunnelröhren in beide Richtungen angekündigt.

Fotos werden nach zwei Monaten gelöscht

Das Streckenradar berechnet die Durchschnittsgeschwindigkeit der Fahrzeuge über die gesamte Länge des Tunnels (1600 m). Die zulässige Höchstgeschwindigkeit in den Tunnels beträgt 90 km/h. In Richtung Deutschland ist sie für LKW über 3,5 Tonnen zudem auf 70 km/h begrenzt. Bei Geschwindigkeiten über 100 km/h wird vom berechneten Wert eine Toleranz von 3 km/h oder 3 % abgezogen.

Wie bei anderen Radars werden die nicht nutzbaren Fotos spätestens zwei Monate, nachdem sie aufgenommen wurden, gelöscht. Fotos von Fahrzeugen, gegen die ein Bußgeld verhängt wurde, werden spätestens zwei Wochen nach Zahlung des Bußgeldbetrages gelöscht. Im Falle eines Strafverfahrens läuft die Frist für die Löschung der Fotos ab dem Tag, an dem die Akte definitiv geschlossen wird, an dem gegen die Gerichtsentscheidung keinerlei Berufung mehr eingelegt werden kann oder ab dem keine weitere Strafverfolgung mehr zulässig ist.
 

Ampel und Geschwindigkeit an der Place de l‘Etoile

In diesem Sommer wurde an der Place de l‘Etoile in Luxemburg-Stadt der erste Ampelradar im Großherzogtum in Betrieb genommen. Denn diese Kreuzung ist besonders sensibel, da sie regelmäßig von der Tram überquert wird.

Der Radar macht Aufnahmen von hinten und kann gleichzeitig Geschwindigkeitsüberschreitungen (über 50 km/h) und das Überfahren einer roten Ampel kontrollieren. Er unterscheidet die vier Fahrspuren und nimmt alle zugelassenen Fahrzeuge ins Visier.

Der Ampelradar erfasst Missachtungen des Lichtsignals, wenn die Haltelinie von der Front des Fahrzeugs um mehr als zwei Meter überfahren wurde. Wenn ein Fahrzeug die Haltelinie nur geringfügig überfährt, um Rettungskräfte durchzulassen, wird zwar ein Foto gemacht, aber kein Verstoß erfasst. Bei Geschwindigkeitsübertretungen wird das Fahrzeug unabhängig von der Farbe des Lichtsignals der Ampel geblitzt.
Weitere Installationen von Radaranlagen dieses Typs sind an der Kreuzung der Route d‘Esch und des Boulevard Dr Charles Marx und an der Kreuzung des Zubringers zur A4 und dem Boulevard Pierre Dupong auf der Höhe des Lycée Aline-Mayrisch in Luxemburg-Hollerich geplant.

Der ACL steht in direktem Kontakt mit den Behörden, die für Infrastrukturen und Bestimmungen zuständig sind (Verkehrspolizei, Verkehrssicherheit, P&C), und informiert Sie umgehend von jeglichen Veränderungen oder Neuheiten auf unseren Straßen.
 

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