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Der ACL im Ausnahmezustand

Veröffentlicht am 31.07.2020

Dienst am Mitglied in Krisenzeiten

Wie fast jedes Unternehmen auf der ganzen Welt sah sich auch der Automobil-Club Luxemburg angesichts der von der Corona-Krise verursachten Wirren mit nie dagewesenen Herausforderungen konfrontiert. Mit welchen Mitteln würde der Club in einer solchen Situation seinen Mitgliedern Beratung und Hilfestellung in gewohnter Effizienz und Qualität garantieren können? Ohne Zeitverlust wurde ein Notfallplan erarbeitet und umgesetzt.

 

Eine Chronik der Ereignisse und getroffenen Maßnahmen:

9. März

Die ACL-Direktion lanciert einen internen Appell an alle Mitarbeiter. Dabei soll sondiert werden, wer für die Dauer der Krise dem Club von seinem Zuhause aus zu arbeiten kann. Zeitgleich wird sich darum bemüht, das dafür benötigte Arbeitsmaterial bereitzustellen.

11. März  

Auf seiner Webseite veröffentlicht der Automobil-Club Informationen des Gesundheitsministeriums zur Corona-Krise.

13. März 

Die ACL-Büros, das Diagnostic Center sowie das „Centre National de Véhicules Historiques“ in Diekirch, in dem der Club eine Niederlassung unterhält, werden für den Publikumsverkehr geschlossen.
Das technische Instrumentarium, das den ACL-Mitarbeitern die Telearbeit ermöglichen soll, ist einsatzbereit, die clubinterne IT-Abteilung instruiert diesbezüglich die Mitarbeiter. Involviert in die neue Arbeitsweise ist nicht nur die als Koordinator für Panneneinsätze und „Home Assistance“ zuständige Einsatzzentrale: Auch andere Anfragen an den ACL, wie beispielsweise Ersuchen um juristischen Rat oder Informationen zur Clubmitgliedschaft werden ab jetzt von den Mitarbeitern von deren Zuhause aus telefonisch oder über E-Mail beantwortet.
 

ACL Assistance Center: Hilfe für Mitglieder auch (und gerade) in Krisenzeiten!

Wie wurde sichergestellt, dass die ACL- Pannenzentrale angesichts einer nie dagewesenen Krise reibungslos weiter- funktionieren und somit den Dienst am Mitglied wie gewohnt gewährleisten konnte?

Dazu Frank Ernst vom ACL Assistance Center:

„Nach einer ersten Prüfung der Möglichkeiten und der verfügbaren Technik wurde unverzüglich die Definition und Aktivierung der notwendigen Zugänge für die Benutzer in die Wege geleitet. Zeitgleich wurde ein sogenanntes „Teleworking for Operation Assistance Center“ geschaffen, quasi eine Art interne Helpline, die es ermöglichte, die Funktionalitäten zu testen und Rückmeldungen über die Erfahrungen der Benutzer zu erhalten.“

Selbstverständlich durften auch Datenschutz und -sicherheit nicht zu kurz kommen, deshalb sorgte die von Patrick Hames geleitete IT-Abteilung umgehend für eine Informationssicherheitspolitik für den Fernzugriff und arbeitete präzise Anweisungen für die verschiedenen Fernverbindungen aus.

Für diejenigen Mitarbeiter, die Panneneinsätze künftig von daheim aus koordinieren sollten, wurde in ihrer Privatwohnung ein „Tele-Arbeitsplatz“ eingerichtet, wobei auch hier für die richtige Einweisung und eventuell nötige nachträgliche Anpassungen gesorgt war. Mittels Telefonkonferenzen und eines 24-Stunden-Supports über Messenger wurde sichergestellt, dass sich die Mitarbeiter trotz der räumlichen Isolation zu keinem Moment alleingelassen fühlten. Auch die Kommunikation mit anderen ACL- Dienstabteilungen, wie zum Beispiel mit der Buchhaltung sowie mit externen Mitarbeitern, war zu jedem Moment gewährleistet.


 
Die ACL-Mitgliederreisen nach Moskau und Sankt Petersburg, die am 20. Und 27. März stattfinden sollten, müssen abgesagt werden, weitere Reisen werden im Lauf der nächsten Tage annulliert. Alle Teilnehmer der ACL-Mitgliederreise nach Patagonien kehren einen Tag früher als geplant nach Luxemburg zurück.
 
Die „Fédération Internationale de l’Automobile“ (FIA), der auch der ACL angehört, verlegt ihr für Mai 2020 in Neapel geplantes Frühjahrstreffen „Spring Meeting“ auf ein späteres Datum. ACL Sport meldet die Annullierung des Holtzer Bergrennens, das auf den 13. April veranschlagt war.

16. März 

Die Schließung der ACL-Geschäftslokale v wird über Presse und soziale Medien mitgeteilt, Online-Anmeldeformulare für Termine im Diagnostic Center werden mit einem entsprechenden Hinweis versehen.

19. März

ACL-Präsident Yves Wagner versichert über RTL, dass der Pannendienst auch angesichts der Krisensituation unverändert funktioniert.

20. März 

Über die sozialen Medien spricht der ACL den Mitarbeitern seines Pannendienstes Dank und Anerkennung für ihren unermüdlichen Einsatz aus. Die Mitarbeiter des clubeigenen Autovermietungsdienstes Clubmobil reorganisieren ihre Arbeitsabläufe, um ebenfalls für die Krisensituation gewappnet zu sein.

 

Der Pannendienst des Automobil-Club: Hochmotiviert durch die Krise!

Tatkräftig und kompetent wie immer zeigten sich die ACL-Pannenhelfer und -Einsatzfahrer auch im Verlauf der Corona-Krise und bewiesen dabei angesichts erschwerter Arbeitsbedingungen eine bewundernswerte Flexibilität!

Ihr Koordinator Fabien Recht gibt Einblicke in die Arbeitsabläufe:

„Um sowohl die Helfer als auch die ACL-Mitglieder vor möglicher Ansteckungsgefahr zu schützen, wurde das Team mit Schutzmasken und Hand- schuhen sowie mit Desinfektionsmitteln ausgestattet. Auch wurde darauf verzichtet, Mitglieder, deren Wagen in- folge Panne oder Unfall immobilisiert war, mit dem Einsatzwagen nach Hau-e zu fahren; stattdessen wurde in solchen Fällen ein Taxi gerufen.
Selbstverständlich wurde die Arbeitsorganisation umgehend der neuen Lage angepasst: 18 Pannenhelfer und Einsatzfahrer mussten fortan bei sich zuhause gewissermaßen die Ersatzbank für den Fall einer oder mehrerer Erkrankungen unter den Mitgliedern des aktiven Teams drücken - ein Umstand, der zum Glück nie ein- treten sollte!
Nacht- und Auslandseinsätze sowie Transporte ins Ausland wurden von externen Partnerfirmen übernommen. Zwei Drittel der Panneneinsatzwagen wurden von den Mitarbeitern mit nach Hause genommen, dort erfolgte auch jeweils der Schichtwechsel - so wurde sicher- gestellt, dass die Fahrer so wenig wie möglich Kontakt untereinander hatten.“

2.852-mal leisteten die ACL-Pannenhelfer im Monat Beistand für in Not geratene Mitglieder, im April waren es 2.467 Einsätze. Die meisten Einsatzmissionen erfolgten wegen leerer oder defekter Autobatterien.


24. März 

Immer mehr Mitglieder treten mit der Bitte an den ACL heran, sich bei der SNCT für eine sechsmonatige Verlängerung der Terminfristen für die technische Autokontrolle einzusetzen. Der Club richtet ein entsprechendes Schreiben an Transportminister François Bausch.

31. März 

Minister Bausch spricht sich gegen eine Verlängerung der Terminfristen für die technische Überprüfung aus. Als Begründung führt er an, dass besonders in dieser Krisenzeit die Fahrzeugsicherheit unverzichtbar sei; dies besonders im Hinblick auf die Sicherheit von Lieferfahrern sowie all jenen, die aus beruflichen Gründen weiterhin auf ihr Fahrzeug angewiesen sind.
 
Der Automobil-Club gibt bekannt, dass er seinen Pannendienst ab sofort und bis zum Ende der Corona-Krise allen Angestellten des Medizin- und Pflegetransportes im Bedarfsfall zur Verfügung stellt, unabhängig davon, ob eine Clubmitgliedschaft besteht.1. April   

Die neueste Ausgabe des ACL-Clubmagazins Auto Touring erscheint und wird den Mitgliedern fristgerecht zugestellt.

2. April   

Unter dem Titel „ACL Crisis Response: Assisting travelling members“ schildert die Mitgliederreisen-Abteilung des ACL auf der FIA-Internetseite die für die sichere und schnelle Rückführung von Reiseteilnehmern eingeleiteten Maßnahmen.
 
Im Rahmen der Aktion „3 D Print - Let’s Fight Corona Luxembourg“ richtet der Automobil-Club in seinem Hauptsitz in Bertrange einen Drop-Off-Point ein, bei dem Besitzer von 3D-Druckern von ihnen selbst hergestellte Schutzmasken und anderes Schutzmaterial abgeben können. Zwei Pannenhelfer des ACL beteiligen sich ebenfalls mit ihren privaten Druckern an der Aktion. Die Objekte werden an das Lycée des Arts et Métiers geliefert, das es seinerseits anschließend an die Gesundheitsdienste weitergibt.

3. April   

Das Transportministerium gibt bekannt, dass Termine zur Technischen Fahrzeugkontrolle vorläufig nicht wahrgenommen werden müssen, wenn der Fahrzeughalter zur gefährdeten Risikogruppe gehört. Dies bezieht sich auf Fahrzeuge, bei denen die Gültigkeit des Prüfzertifikates im Zeitraum zwischen dem 18. März und dem Ende der Corona-Krise abläuft. Die Fahrzeugüberprüfung muss allerdings bis spätestens 1. September 2020 erfolgen.

7. April   

ACL Clubmobil stellt dem Gesundheitsministerium 3 Autos kostenlos zur Verfügung. Mit dieser Geste will der Automobil-Club den Beschäftigten des Gesundheitssektors seine Hochachtung für ihren tagtäglichen Einsatz zollen und sie in ihrer Mobilität unterstützen.

11. April  

ACL Clubmobil stellt für das Krisenzentrum der Regierung drei weitere Fahrzeuge bereit.

28. April  

Young ACL bietet im Ausland Studierenden gemeinsam mit der Studentenvereinigung ACEL wichtige aktuelle Informationen, auch Anfragen per E-Mail oder über Telefon sind möglich. In den Wochen zuvor wurde auf der Facebookseite des ACL-Jugendprogramms der Luxemburger Automobilsport digital beleuchtet, u.a. mit einer Reportage über den Rallye-Jungstar Dylan Pereira.




30. April  

Zusammen mit Digital Inclusion a.s.b.l. richtet der Automobil-Club einen zweiten Drop-Off-Point in seinen Bartringer Räumlichkeiten ein: Diesmal wird dazu ermuntert, gebrauchte Laptops und Smartphones abzugeben, welche benachteiligten Schülern zugutekommen sollen, um es ihnen zu ermöglichen, ihre Studien zuhause unter bestmöglichen Bedingungen fortzusetzen.





4. Mai    

Die ACL-Traffic Info-Abteilung nimmt nach Wochen, in denen der Verkehr auf den luxemburgischen Straßen praktisch zum Stillstand gekommen war, ihre Arbeit wieder auf und informiert wieder via Medien über die jeweils aktuelle Verkehrslage. Der Touristische Dienst des Clubs veröffentlicht Antworten auf häufig gestellte Fragen von Mitgliedern, bei denen es vorwiegend um die während der Krise geltenden Regeln zu Auslandsfahrten geht.

© Florin Balaban

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