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ACL-Kindersitztest 2018

Veröffentlicht am 05.06.2018

Im aktuellen Kindersitztest der Automobilclubs wurden 29 verschiedene Kindersitze in allen Größen untersucht

,darunter auch der erste Kindersitz mit integrierten Airbags („Bébé Confort Axissfix Air“ und baugleicher „Maxi-CosiAxissfix Air“) und die erste nach UN ECE Reg. 129 („i-Size“) zugelassene Sitzerhöhung („Besafe iZi Flex Fix“).

Alle Sitze wurden hinsichtlich deren Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffgehalt geprüft und bewertet. 21 Modelle erhalten die Clubempfehlung „gut“, drei weitere ein „befriedigend“ und ein „ausreichend“. Diese Sitze übertreffen die gesetzlichen Vorschriften zum Teil deutlich, die Anforderungen des Verbraucherschutztests wurden bei ihrer Entwicklung berücksichtigt. Vier Sitzmodelle werden in diesem Vergleichstest mit „mangelhaft“ bewertet. Zwei davon scheitern am durchgeführten Frontalaufpralltest und erhalten damit die Clubempfehlung „mangelhaft“.

Anbei alle Ergebnisse im Detail oder telefonisch beim ACL unter 45 00 45-1 erhältlich.
 
Informationen an die Eltern
Vor dem Kauf eines Kindersitzes sollten sich Eltern über das Angebot informieren. Dabei helfen die Ergebnisse dieses Kindersitztests. Nicht jeder Kindersitz passt gleich gut in alle Autos und auch die persönlichen Vorlieben von Eltern und Kindern unterscheiden sich. Deshalb sollte der Kauf eines Kindersitzes nicht „blind“ erfolgen. Vielmehr sollte das eigene Fahrzeug und das Kind mit zum Geschäft genommen werden, um die zur Auswahl stehenden Modelle vor dem Kauf ausprobieren zu können:
  • Der Kindersitz muss möglichst stramm und standsicher im Fahrzeug eingebaut werden können. Vor allem bei älteren Fahrzeugen können z. B. lange Gurtschlossbefestigungen dazu führen, dass sich der Sitz nicht stabil anschnallen lässt.
  • Um eine optimale Rückhaltung zu gewährleisten, ist darauf zu achten, dass Gurte möglichst geradlinig verlaufen und keine Falten werfen.
  • Insbesondere bei Babyschalen sollte geprüft werden, ob die Gurtlänge im Fahrzeug ausreicht, um den Sitz sicher anschnallen zu können. Ist der Gurt zu kurz für eine herkömmliche Babyschale, lässt sich eventuell eine Schale mit separater Basis montieren.
  • Bei Sitzerhöhungen mit Rückenstütze kommt es teilweise vor, dass sich der Gurt nicht mehr selbständig aufrollt, wenn sich das Kind nach vorne beugt. Ist dies der Fall, sollte man einen anderen Kindersitz ausprobieren, bei dem die Position der Schultergurtführung besser zur Gurtgeometrie des Autos passt.
  • Kindersitzmodelle mit semi-universaler Zulassung (z. B. alle Kindersitze mit Stützfuß) können nicht in allen Autos montiert werden. Diesen Produkten liegt eine Typliste bei, anhand der man überprüfen kann, ob das Produkt im eigenen Fahrzeug verwendet werden darf.

Nach dem Kauf sollte man sich mit der Handhabung des Sitzes vertraut machen. Der richtige Einbau ist wichtig, damit der Sitz das Kind im Falle eines Unfalls bestmöglich schützen kann. Besonders ist darauf zu achten, dass die Gurte straff angezogen werden. Jacken sollten unter dem Beckengurt herausgezogen werden, so dass der Gurt möglichst nahe am Körper anliegt. Außerdem müssen Gurte und Rückenstütze regelmäßig an die Größe des wachsenden Kindes angepasst werden.

Norm ECE R44 oder ECE R129 „i-Size“?
Kindersitze können nach der Norm ECE R44 oder seit 2014 nach der Norm ECE R129 (auch „i-Size“ genannt) zugelassen sein. Beide Normen sind durch die ECE (Economic Commission for Europe) definiert.

Die bisherige Norm (R44) teilt die Kindersitze nach Körpergewicht in Gruppen ein. Die Altersangabe ist als zusätzlicher Hinweis zu verstehen, Abweichungen zwischen Gewicht und Alter sind im Einzelfall möglich.

Die neue Norm R129 orientiert sich nicht mehr am Körpergewicht, sondern an der Körpergröße der Kinder. Wichtig: Alle R129-Kindersitze müssen während den ersten 15 Lebensmonaten des Kindes rückwärtsgerichtet montiert werden. Um den Einbau von Kindersitzen zu erleichtern, haben Fahrzeughersteller die Sicherheitsnorm i-Size übernommen. Somit ist jedes Fahrzeug, das mit i-Size-Sitzpositionen ausgestattet ist, mit jedem i-Size-Kindersitz kompatibel. Die R129-Kindersitze müssen höhere Anforderungen erfüllen, um zugelassen zu werden, z. B. sie müssen auch bei Seitenkollision ausreichend Schutz bieten.

Die beiden Normen werden noch mehrere Jahre gültig sein. Zu einem späteren Zeitpunkt wird R129 die ältere Norm ablösen.
 
ACL-Kindersitzbasar am 9. Juni 2018
Zur Erinnerung: Der nächste Basar für gebrauchte Kindersitze findet am 9. Juni 2018 von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr in den Räumlichkeiten des Automobil-Club in Bertrange statt.

Die Mitarbeiter des ACL haben den Allgemeinzustand der Sitze überprüft und informieren Sie zu den geltenden Vorschriften und Sicherheitsnormen.

Informationen und Anschrift:
ACL, 54 route de Longwy, L-8080 Bertrange, Tel.: 45 00 45-1, acl@acl.lu
 
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