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Rainette on Tour: Vorbereitungen und Start

Veröffentlicht am  05.07.2018

Aktuell

Auf dem Weg nach Kanada und in die Vereinigten Staaten in einem Oldtimer


Laura und Julian haben Ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Der Plan: Mit ihrem sorgfältig restaurierten alten Bully durch Kanada und die USA zu reisen.
Wir haben sie auf Ihren ersten Schritten in dieses Abenteuer begleitet. Hier können Sie ihre ersten Erfahrungen und Vorbereitungen entdecken.


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Endlich, nach eineinhalb Jahren der Restaurierung, sind wir bereit, unseren Van namens Rainette nach Kanada zu schicken. Endlich fertig.... puh ... Unser alter Lieferwagen von 1983 hat uns noch bis zum Morgen der Abfahrt Probleme bereitet.

Unser Aufbruch war Rock'n'Roll! Wir machten die Windschutzscheibe am Abend wieder wasserdicht, bevor wir den Van in den Hafen brachten und entdeckten  als allererstes am nächsten Morgen, dass eine Glühbirne aus den Scheinwerfern den Geist aufgeben hatte. Schonmal eine Sache, die man auf der anderen Seite zu erledigen hat. Es war nicht die einzige unserer bereits geplanten Arbeiten. Nachdem wir das ACL Diagnostic Center durchlaufen hatten, wurde uns gesagt, dass wir die Geometrie überarbeiten mussten. Rainette hatte die technische Kontrolle ohne Loch bestanden, aber während der Geometrie hat der Garagist die Steuerung nicht genug angezogen, ein Rad war schief. Eine weitere Überraschung und Lehre: nur weil es neu ist, heißt das nicht automatisch, dass es funktioniert! Bremslichter, die nicht mehr funktionieren, eine Glühbirne, die ihren Geist aufgibt, und das nicht mal in zwei Wochen. Aber, nun, es ist wie alles andere, man kann auch mal auf ein schlechtes Teil fallen. Gehört das nicht auch zum Abenteuer?

Da wir es eilig hatten endlich zu starten, und das kann ein Fehler sein, hatten wir keine Zeit, das Auto richtig zu testen. Wir hatten nur 500 km auf dem Tacho, aber vielleicht ist das auch Teil des Abenteuers. Trotzdem ein kleiner Tipp: Nehmen Sie sich die Zeit, das Auto zu testen und eine Diagnose erstellen zu lassen! Technische Kontrolle reicht nicht aus!

Ansonsten, wie transportiert man ein Auto ins Ausland (für uns: nach Kanada)? Man muss einen Spediteur kontaktieren. Wir kommunizierten nie direkt mit dem Spediteur. Von den Unternehmen, die wir kontaktiert haben, hat nur eins geantwortet. Gut, dann nehmen wir eben die, und wir sind sehr zufrieden. 
Sie empfehlen, die Überfahrt 2 bis 3 Monate im Voraus zu buchen. Daher haben wir 1 Monat im Voraus gebucht und es war immer noch Platz. Nach der Reservierung und den angeforderten Dokumenten (Kopie des Reisepasses, des Führerscheins und der Zulassungsbescheinigung)  schickt uns das Unternehmen alle wichtigen Informationen: den Zustand, in dem der Wagen sein muss (sauber, den Eindruck erwecken, dass er leer ist, d.h.. die Schränke können gefüllt werden, Kraftstoffstand, kein Gas,....), die benötigten Dokumente und das Verfahren im Hafen von Antwerpen, das Verfahren bei der Abholung in Halifax,.... Sie warnen auch vor möglichem Diebstahl in Vans, die nicht durch eine Seetransportversicherung abgedeckt sind. Das war glücklicherweise nicht unser Fall, ufff!  Die Lieferung in den Hafen von Antwerpen ist nicht gut organisiert, aber dank der Informationen des Spediteurs finden wir uns zurecht. Die Überfahrt dauert ca. 2 Wochen. Das gibt uns Zeit, uns auf die Abreise 10 Tage später vorzubereiten. Inzwischen erhalten wir die Nachricht, dass der Van gut auf dem Boot ist und die Rechnung.

Für ein Jahr ins Ausland zu fahren, uns das auch noch als "Roadtrip", ist nicht immer einfach, vor allem nachdem wir die ganze Zeit damit verbracht haben, das Auto zu restaurieren und für die Abfahrt vorzubereiten. Wir verabschieden uns, und es trifft immer mitten ins Herz. Obwohl wir uns auf den Weg machen, um ein außergewöhnliches Erlebnis zu erleben, wissen wir, dass wir Geburtstage, Hochzeiten, Weihnachten mit der Familie, alle wichtigen Etappen des Lebens unserer Lieben, aber auch die einfachen Momente zusammen (Sommergrills, Gespräche mit einen Drink,....) verpassen werden. Dann müssen wir unsere Kleidung auswählen. Wir haben wirklich nicht viel Platz in unserem Van. Wir beschließen, Kleidung für eine Woche einzupacken, ein wenig für die warmen Tage und ein wenig für die kalten Tage. Gleichzeitig ist es auch notwendig an die ganze verwaltungstechnische Organisation zu denken: Das Handy-Abo kündigen, sich um die Vermietung der Wohnung und die verschiedenen Verträge, die sich darauf beziehen, zu kümmern... Es scheint viel für Einige, aber es geht ganz einfach.
Dann nehmen wir das Flugzeug nach Montreal. Wir bleiben dort für ein paar Tage, um uns an den Jetlag zu gewöhnen, Freunde wiederzusehen, die Stadt zu genießen und zu sehen was sie uns zu bieten hat. Julian konnte sogar Graffiti machen. Wir beginnen mit der Vorbereitung für die Ankunft des Autos und dem Start des Roadtrips. Wir kaufen ein, für uns (Bettwäsche,....) und für den Transporter (Werkzeugkasten,....). Dann nehmen wir die Straße nach Halifax, 1200 km entfernt. Wir sprechen über unsere Wünsche zu reisen und zu entdecken. Wir fragen uns, wie unser Leben in den nächsten Monaten aussehen wird, wir stellen uns Fragen (wo werden wir schlafen?). Außerdem haben wir auch Ängste (wird es uns gefallen?). Das sind Gedanken, die wir seit Monaten haben, die aber immer realer werden.

Das Abholen im Hafen von Halifax ist wirklich einfach. Wir gehen zum Spediteur, um ein paar Dokumente abzuholen. Dieser gibt uns die Informationen für den Zoll, was unser nächster Schritt ist. Nach ein paar Fragen gibt er uns die Erlaubnis, den Wagen mitzunehmen. Treffpunkt Hafen! Dort werden die Fahrgestellnummer und den Zustand des Lieferwagens nach der Überfahrt überprüft. Alles lief gut, und hier sind wir jetzt, bereit für die Reise! Das Ganze wird insgesamt eine Stunde gedauert haben. Dann wird uns klar, wie einfach es doch ist, ein Fahrzeug über den Atlantik zu schicken.
Auf administrativer Ebene darf die Kfz-Versicherung nicht vergessen werden. Was zum Beispiel in südamerikanischen Ländern ganz einfach sein kann, kann in Kanada und den USA schnell zu einem Kampfparcours mit einem Oldtimer werden. Tatsächlich wird es schnell kompliziert, ein altes, über 30 Jahre, und im Ausland zugelassenes Fahrzeug zu versichern. Der Spediteur bietet eine Versicherung für Fahrzeuge unter 30 Jahren an, die recht teuer, aber mit weniger Verwaltungsaufwand ist. Er macht von Zeit zu Zeit Ausnahmen für ältere Autos. Das war unser Fall. Sobald wir das getan haben, können wir gehen.

Und dann machten wir uns auf den Weg. Diese ganze Arbeit und hier sind wir. Unser restaurierter Van, unsere Rainette, in Kanada.

Nach und nach wird es Ernst. Wir haben unsere Gasflasche, unser Wassertank ist gut gefüllt und die Geometrie ist gemacht. Unsere erste Nacht verbrachten wir auf einem Parkplatz an der Touristeninformation in Peggy's Cove. Es ist ein wunderschönes Fischerdorf und der perfekte Ort, um unsere erste Nacht "on the road" zu verbringen. Es ist nicht einfach in unserem begrenzten Raum, wo wir unsere Sachen aufbewahren, Platzprobleme und lästige Dinge handhaben, wie wir kochen, was wir kochen und dann ohne Dusche, ohne Toilette aufzuwachen. Plan D hat begonnen. Wir treffen auch unsere ersten Nachbarn, Spanier, die mit ihrem Van nach Südamerika reisen. Für unsere 2. und 3. Übernachtung finden wir Schlafplätze am Strand.
Wir sind seit drei Nächten unterwegs. Wir planen, je einmal pro Woche auf einem Campingplatz und ein anderes Mal in einem Hotel oder Motel zu schlafen.

Eine Sache, die uns sehr erstaunt, aber erfreut, ist der Empfang, den wir von den Kanadiern in Neu-Schottland bekommen haben. Ist es die Tatsache, dass wir einen Oldtimer, die Farbe des Vans oder das Luxemburger Nummernschild haben oder ist es vielleicht alles auf einmal? Aber auf jeden Fall lächeln uns die Leute an, grüßen uns, loben uns, stellen uns Fragen oder folgen uns sogar im Auto um unseren Van zu fotografieren. Wir freuen uns über diesen Austausch und können es kaum erwarten, was uns die Zukunft bringt! 


 
 


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