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Alternative Motoroptionen und welche wählen

Veröffentlicht am  25.01.2019

Alternative Motoroptionen und welche wählen
Aktuell

Definitionen


Angesichts der Vielzahl an Motortypen, die für unsere Fahrzeuge angeboten werden, möchte der ACL einmal die verschiedenen Optionen erläutern, die dem Verbraucher heutzutage zur Verfügung stehen.

Aber zunächst wollen wir uns der Übersichtlichkeit halber die Definitionen der unterschiedlichen Motortypen ansehen. Wir unterscheiden drei Kategorien: Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, Hybridfahrzeuge und Elektrofahrzeuge.

VERBRENNUNG
Benzin – Diesel – Erdgas (CNG) – Flüssiggas (LPG)
Bei den Verbrennungsmotoren findet, wie es der Name schon sagt, eine Verbrennung im Inneren des Motors statt, das heißt, in einer Brennkammer wird eine Mischung aus Luft und Kraftstoff verbrannt. Am meisten verbreitet sind Verbrennungsmotoren, die mit Benzin, Diesel, Flüssiggas oder Erdgas arbeiten. Der große Vorteil bei dieser Art von Motoren liegt einerseits in der voll ausgereiften Technologie und andererseits in der hohen Energiedichte ihres Kraftstoffs (im Gegensatz zu elektrischen Batterien). Ihre Nachteile sind die relativ geringe Energieausbeute (35 % im Durchschnitt), der Ausstoß schädlicher Gase (HC, NOx, PM) sowie das bei der Verbrennung entstehende CO2, das als einer der Faktoren für die Klimaerwärmung gilt. Von den vier Kraftstoffen kann lediglich das Erdgas als alternativ betrachtet werden. Es produziert ebenso wenig CO2 wie Diesel und gleichzeitig viel weniger andere schädliche Abgase. Zudem gibt es Branchen, die Biogas auf Grundlage erneuerbarer Energien (z. B. Biomasse, Windenergie) herstellen, was wiederum, kombiniert mit der relativ einfachen und erschwinglichen Technologie des CNG-Motors, mittelfristig eine gute Alternative darstellen könnte. Das Problem besteht darin, dass es in Luxemburg (an nur 4 Tankstellen) sowie in Europa kaum erhältlich ist. Hierbei spielen nicht zuletzt geopolitische Gründe eine Rolle!

HYBRID
Mild Hybrid – Full Hybrid – Plug-in-Hybrid
Ein Fahrzeug wird als Hybridelektrokraftfahrzeug (HEV) bezeichnet, wenn es mit einem Verbrennungsmotor wie auch gleichzeitig einem (oder mehreren) Elektromotor( en) ausgestattet ist, die die Räder direkt antreiben. Der moderne Vorreiter ist der Toyota Prius, der von Beginn an, seit 1997, ein „Full Hybrid“ gewesen ist. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass der Unterschied zwischen einem „Mild Hybrid“ und einem „Full Hybrid“ darin besteht, dass der „Mild Hybrid“ lediglich die Beschleunigung unterstützt, es jedoch nicht möglich ist, ein solches Fahrzeug ausschließlich mithilfe elektrischer Energie zu fahren. Das ist zum Beispiel der Fall beim Honda Insight, dessen Motor und Elektrobatterie kleiner ausgelegt sind als beim Prius. Dadurch ist er logischerweise günstiger, aber auch weniger kraftstoffsparend. Die „Mild Hybrid“ sind derzeit vom Markt verschwunden, werden jedoch mit den neuen 48-Volt-Systemen, die den Wechsel zu Hybrid allgemein interessanter machen, bald wieder zur Verfügung stehen. An der Spitze der Hierarchie stehen die so genannten „Plug-ins“ bzw. wiederaufladbaren Hybridautos (PHEV). Dabei handelt es sich um die von der Mehrzahl der Hersteller bevorzugte Lösung. Zum Aufladen am Stromnetz nutzen diese Fahrzeuge eine größere Batterie als klassische Hybridautos, die sich nur beim Abbremsen oder mithilfe des Verbrennungsmotors aufladen. Der Vorteil dieser Motoren ist nicht nur, dass sie über 30 Kilometer ausschließlich mit elektrischer Energie fahren können (klassische Hybridautos können lediglich 2 bis 3 Kilometer vollelektrisch zurücklegen), sondern auch, dass sie dank der Energiereserve der Batterie über eine gute Beschleunigungsleistung verfügen. Leider hat dies auch Nachteile, wie z. B. höhere Anschaffungskosten (im Durchschnitt 10.000 € mehr als ein Benziner) sowie einen Gewichtsunterschied von +/-300 kg, was die Wendigkeit auf der Straße und den Komfort beeinträchtigt (nicht zu vergessen den Platz, den die Batterie einnimmt). Kurz gesagt, auch wenn die PHEV-Lösung auf dem Papier interessant aussieht, so ist sie in der Realität doch weniger attraktiv, da der angekündigte niedrige Verbrauch nur dann erreicht wird, wenn die Batterie voll aufgeladen ist. Ansonsten liegt der Verbrauch 4- bis 5-mal höher! In jedem Fall ist die Lösung wirtschaftlich gesehen nicht vorteilhaft (bis auf die staatlichen Zuschüsse), da man Zehntausende Kilometer fahren müssten, und dabei alle 30 bis 40 Kilometer aufladen, um die Erstinvestition zu amortisieren ...

ELEKTRO
Batterie – Batterie + vergrößerte Autonomie – Brennstoffzelle
Elektrofahrzeuge, die mit 100 % elektrischer Energie fahren (BEV), scheinen da einfacher aufgebaut, da sie nur über eine Batterie und einen oder mehrere Elektromotoren verfügen. Die Vorteile des Elektroautos sind die Energieausbeute (95 %) sowie ihre einfache Konstruktion. Ihre bekannten Nachteile sind die geringe Reichweite sowie die Zeit, die zum Aufladen der Batterien benötigt wird. Auch wenn bei diesen Faktoren immer weiter nachgebessert wird, ist ein BEV nicht die ideale Lösung für lange Fahrten auf der Autobahn. Es gibt jedoch auch eine Variante mit einem kleinen Verbrennungsmotor, damit sich bei einem Batterieausfall Elektrizität produzieren lässt. Man spricht vom so genannten „Range Extender“ (Reichweitenverlängerer) oder EREV. Das bietet zum Beispiel der BMW i3 REX, der den Motor eines Motorrollers (650 ccm) hat. Dieser befindet sich unter dem Fahrzeugboden und springt an, wenn die Batterie fast leer ist. Zu guter Letzt gibt es noch die Brennstoffzelle (FCEV), die nichts anderes ist als ein Elektrofahrzeug mit einer weiteren Energiequelle neben der klassische Batterie. Sie nutzt bei hohem Druck gespeicherten Wasserstoff (700 bar), um die Elektrizität im Fahrzeug zu produzieren. Der Vorteil hierbei ist eine Reichweite von fast 600 km, wobei das Volltanken weniger als 5 Minuten dauert... allerdings gibt es in Luxemburg keine Wasserstofftankstelle und europaweit nur sehr wenige!

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Jetzt wissen wir, welche unterschiedlichen Motortypen es gibt. Was schlussfolgern wir daraus? Es gibt keinen Königsweg und die Entscheidung für eine Lösung hängt vor allem davon ab, wie wir unser Fahrzeug nutzen ... und von unserem Bankkonto! Im Folgenden finden Sie unsere Empfehlungen, die jeweils eine Tendenz aufzeigen:


DIESEL
Für Vielfahrer (>25.000 km/Jahr), hauptsächlich auf Landstraße und Autobahn und kaum innerhalb der Stadt, empfiehlt sich der Diesel, vor allem wenn es sich um ein großes und schweres Fahrzeug handelt (z. B. Geländewagen, Van).

BENZIN
Wer mäßig viel fährt (<25.000 km/Jahr), im ausgewogenen Mix aus Stadt, Fernstraße und Autobahn, für den ist der Benziner eine gute Wahl, aber Vorsicht bei großen Geländewagen: Der Verbrauch macht sich schnell im Geldbeutel bemerkbar, da der Benzinmotor je nach Fahrzeuggewicht und Fahrstil schnell mehr schluckt als ein Dieselmotor.

ELEKTRO
Für Wenigfahrer (10.000 km/Jahr), die hauptsächlich in der Stadt oder am Stadtrand unterwegs sind, ist das elektrische BEV die ideale Lösung für kompakte Fahrzeuge. Fahrten auf der Autobahn bei hoher Geschwindigkeit sind allerdings zu vermeiden, da dann die Batterieladung sehr schnell aufgebraucht ist! Der EREV gleicht dieses Problem ein wenig aus und gibt ein beruhigendes Gefühl, falls man nicht sicher weiß, ob man regelmäßig aufladen kann. Aber die Mehrkosten sind signifikant und die wenigen verfügbaren Modelle sind im Moment eher Auslaufmodelle (BMW wird die Produktion des i3 REX 2019 einstellen).

HYBRID
Wer mäßig viel fährt (<25.000 km/Jahr), davon einen Großteil in der Stadt (oder stehend im Stau) und gleichzeitig auf Fernstraße und Autobahn, für den ist der Hybridmotor (HEV oder PHEV) eine gute Wahl. Aber Vorsicht beim PHEV: Dieser Typ ist ziemlich teuer und muss unbedingt alle 40 km aufgeladen werden, um den Vorteil der Batterie zu nutzen. Andernfalls steigt der Benzinverbrauch schnell in ungeahnte Höhen! HEV oder PHEV? Die Antwort auf diese Frage kann vermutlich Ihr Bankkonto geben, da der reale Verbrauch gleich ist (wegen der Schwierigkeit, alle 40 km eine Ladestation anzusteuern). Zudem ist der HEV mit Batterien ausgestattet, die 4- bis 6-mal kleiner sind als die Batterien des PHEV; ihre Ökobilanz in Bezug auf Herstellung und Wiederverwendung ist somit geringer.

Erdgas (CNG)
Erdgas ist aus den weiter oben genannten Gründen mittelfristig der ideale fossile Brennstoff für die Übergangszeit, allerdings liegt der große Nachteil darin, dass nur wenige Tankstellen in Luxemburg und den Nachbarländern ihn anbieten... und es gibt keine politische Lobby! Dennoch könnte CNG eine hervorragende Lösung für Unternehmen darstellen, die einen firmeneigenen Fahrzeugpark besitzen und die Möglichkeit haben, auf ihrem Gelände einen Kompressor aufzustellen, der mit dem Gasnetz der Stadt verbunden ist, sodass die Möglichkeit besteht, dort vollzutanken.

Flüssiggas (LPG)
Dieser Kraftstoff hat den Vorteil, dass er preiswerter ist. Der Nachteil ist jedoch, dass er aus Erdöl gewonnen wird und schwerer ist als Luft. Das stellt ein Problem beim unbeabsichtigten Austritt in geschlossenen Räumen dar. Aus diesem Grund ist der Kraftstoff in Tiefgaragen verboten, im Gegensatz zum CNG, das leichter ist als Luft und daher kaum Risiken birgt. Wir raten von LPG ab.

FCEV
Wir werden dieses Thema nicht eingehender behandeln, da es nur eine Handvoll Fahrzeuge gibt, die im Handel erhältlich sind, und es in Luxemburg keine Wasserstofftankstellen gibt. Aber vielleicht ist es die Lösung für die Zukunft!


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