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Winterreifen, angepasste Geschwindigkeit und Umsicht

Veröffentlicht am 17.02.2021

Ratschläge zum Fahren im Winter


Wenn die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen, sollten Sie als Autofahrer besonders vorsichtig sein, da sich die Wetter- und Straßenbedingungen schnell ändern können. Wir haben für Sie einige Tipps zum sicheren Fahren im Winter zusammengestellt. 

Durch den Wechsel zwischen Frost und Tauwetter ändert sich ständig der Zustand der Fahrbahn. So ist etwa eine Eisschicht bei Null Grad rutschiger als bei starkem Frost, da sich zusätzlich ein dünner Wasserfilm auf dem Eis bilden kann. Bei solchen Bedingungen und anderen winterlichen Straßenverhältnissen sind Winter- oder Alltwetterreifen erforderlich. Sie erkennen sie anhand  der Kennzeichnung „M.S.“, „M+S“ oder „M&S“ oder anhand des Alpine-Symbols. 

Der ACL rät, einen Reifen mit dem Alpine-Symbol zu wählen. Für diesen Qualitätsstempel muss der Reifen verschiedene Tests unter winterlichen Straßenverhältnissen bestehen. Dazu zählen Glatteis, eine festgefahrene Schneedecke, Schneematsch sowie Eis- oder Reifglätte. Das Fahren mit Sommerreifen unter diesen Bedingungen wird mit einem Bußgeld von 74 Euro geahndet.

Darüber hinaus beträgt das Mindestprofil eines Reifens sowohl im Winter und Sommer laut Gesetz 1,6 Millimeter. Der ACL empfiehlt aus Sicherheitsgründen, eine Profilstärke von 4 Millimetern nicht zu unterschreiten.
 


Tipps zum Fahren im Winter

  • Wenn es geschneit hat oder die Windschutzscheibe gefroren ist, müssen Sie alle Oberflächen des Autos von Eis und Schnee befreien. In dieser Saison sollten Sie immer einen Eiskratzer oder ein Enteiserspray dabeihaben. 
  • Drosseln Sie die Geschwindigkeit und halten Sie einen Sicherheitsabstand zum Vordermann ein. Planen Sie bei kaltem Wetter mehr Zeit für Ihre Fahrten ein.
  • Wenn Sie ein paar Meter gefahren sind, können Sie die Bremsen testen, um sich ein Bild von den Straßenverhältnissen zu machen. 
  • Vermeiden Sie ruckartige Lenkbewegungen, starkes Bremsen, starkes Beschleunigen und enge Überholmanöver. 
  • Sollte das Fahrzeug trotz aller Vorsichtsmaßnahmen auf gerader Strecke ins Schleudern geraten, gilt: auskuppeln, bremsen und vorsichtig gegensteuern. Das ESP hilft Ihnen dabei, das Fahrzeug in der Spur zu halten.
  • Falls das Auto in einer Kurve ins Schleudern gerät: Bewahren Sie Ruhe, und treten Sie kurz und kräftig aufs Bremspedal. Dabei nur leicht und wohl dosiert gegenlenken, ohne das Lenkrad zu verreißen. Schauen Sie dabei in die Richtung, in die Sie das Fahrzeug bringen wollen.
  • Bei Glatteis, überfrierender Nässe oder anderen ungünstigen Straßenverhältnissen ist es am besten, anzuhalten und abzuwarten, bis der Streu- und Räumdienst vorbeigefahren ist. Die Medien kündigen solche Wetterlagen in der Regel vorher an. Es ist dann am besten, wenn Sie Ihre Fahrten verschieben oder ganz streichen.
  • Im Winter müssen Sie als Autofahrer noch mehr aufpassen als sonst. Die wechselnde Witterung, schlechte Lichtverhältnisse und andere Sicherheitsrisiken erfordern es, das Fahrverhalten an die jeweilige Situation anzupassen.

 

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