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Wie schützen Sie sich gegen Fahrraddiebstahl?

Veröffentlicht am 21.07.2021

Achtung, Langfinger!

Laut Herrn Tim Pauly, Premier Commissaire de Police, gab es 2020 in Luxemburg eine Steigerung von über 35 % bei gestohlenen Fahrrädern gegenüber dem Jahr zuvor. Im Vergleich zu 2018 beträgt die Zunahme geradezu 50 %: „Auffallend ist, dass immer öfter in Kellern von Mehrfamilienhäusern eingebrochen wird und dabei nicht befestigte Fahrräder entwendet werden“. 

Um es vorwegzunehmen: Keiner unserer Ratschläge wird einen eventuellen Diebstahl ganz verhindern können! Sie können jedoch mit den Tipps von unsern beiden Interview-Partnern, dem Polizei-Kommissar Tim Pauly und dem  Zweiradmechaniker-Meister und Fahrradexperten Philippe Hutmacher, potenzielle Diebe von ihrem Vorhaben abhalten. 

Frank Maas: Herr Pauly, können Sie uns verraten, wo man sein Fahrrad am sicherersten abstellt?
Tim Pauly: Zuhause sollte man sein Fahrrad im Keller oder in der eigenen Garage zusätzlich mit einem soliden Markenschloss sichern. Im Freien schreckt eine belebte Umgebung Diebe eher ab. Also sind einsame sowie  unbeobachtete Plätze zum Abstellen eines Rades zu vermeiden. Oft reichen nur wenige Augenblicke der Unachtsamkeit, die sich die Verbrecher zunutze machen. Daher muss das Fahrrad auch bei kurzen Stopps oder beim  Transport auf einem Auto gesichert sein. Ein weiterer Tipp wäre noch, ein Bauteil abzunehmen, z.B. den Sattel oder bei einem E-Bike die Batterie. Dadurch wird das Fahrrad für Diebe zusätzlich uninteressanter. Wir raten auch zu einem qualitativ hochwertigen Schloss, hier gilt die Faustregel, 10 % vom Wert des Fahrrades in die Schließvorrichtung zu investieren. 

FM: Herr Hutmacher, welche Tipps können Sie uns zum richtigen Befestigen und Absichern eines Fahrrades geben?
Philippe Hutmacher: Das Fahrrad sollte möglichst an einem festen Gegenstand gesichert sein, idealerweise mit einer Kombination aus zwei verschiedenen Schlössern, die den Rahmen und die Räder befestigen. Der Träger sollte auch hoch genug sein, um zu verhindern, das Fahrrad mitsamt Schloss oder Kette darüber zu heben. Schlösser sollten möglichst eng und weit oben befestigt sein, das erlaubt den Verbrechern weniger Hebelansatz beim  Einsetzen von Werkzeugen. Zum besten Schutz bringt man Verschluss-Systeme mit dem Schlüsselloch nach unten an. Damit organisierte Banden sich nicht allzu leicht auf die Entwendung eines Fahrrades vorbereiten können,  kann man den Standort öfters wechseln, jedoch immer an Plätzen mit möglichst vielen Passanten. Diese Maßnahmen zusammen wirken auf Diebe entmutigend. Um die „sanfte Mobilität“ weiter zu fördern, ist es auch durchaus  sinnvoll, wenn Arbeitgeber Ihrem Personal gesicherte Abstellräume für Fahrräder zur Verfügung stellen. 

FM: Welche Verschluss-Systeme schützen am besten gegen Diebstahl? 
Philippe Hutmacher: Inzwischen ist eine Vielzahl an verschiedenen Systemen am Markt erhältlich. Die Palette reicht vom drei Euro Kabelschloss bis zu qualitativ hochwertigen Produkten. Am sichersten sind Bügelsowie Kettenschlösser aus gehärtetem Stahl. Je robuster diese ausgelegt sind, desto größer ist der Diebstahlschutz. Die Nachteile liegen allerdings einerseits beim Verstauen in einem  Rucksack sowie dem erhöhten Gewicht während der Fahrt. Kabelschlösser sind im Grunde leichter und flexibler, jedoch weniger widerstandsfähig als ein Bügelschloss. Verschluss-Systeme mit Schlüssel sind in der Regel sicherer als ein Code. Ein hochwertiger  Schließmechanismus verlängert die Zeitdauer, die es braucht, ein Schloss aufzubrechen. Obschon Schlösser mit einer Skala versehen sind, die den potenziellen Käufer über die Qualität des Fabrikats informiert, ist jedoch eine  fachmännische Beratung bei der großen Auswahl ratsam. 

FM: Frage an Tim Pauly, den Premier Commissaire: Welche Ratschläge können Sie uns zur Vorbeugung von Fahrraddiebstahl im Allgemeinen geben?
Tim Pauly: Nützlich ist es, alle wichtigen Informationen in einem Fahrradpass zu notieren. Diese beinhalten das Fabrikat, die Rahmennummer, die Farbe sowie spezielle Merkmale des Bikes. Fotos und die Rechnung können auch im Fall eines Diebstahles nützlich sein. Nutzen Sie die App der Polizei um wesentliche Informationen zu Ihrem Rad zu speichern und im Fall eines Diebstahles abrufen zu können. Wir ermutigen auch Inhaber eines  gestohlenen Rades unbedingt eine Anzeige bei der Polizei aufzugeben. Im Zusammenhang mit den Informationen aus der App wird die Zugehörigkeit beim Wiederauftauchen des Zweirades deutlich vereinfacht. Fahrräder  kann man auch eventuell mit einem GPS-Tracker ausrüsten, man sollte sich jedoch bewusst sein, dass ein gestohlenes Rad gegebenenfalls nicht mehr auftaucht. Aus diesem Grund kann eine Fahrraddiebstahl-Versicherung  sinnvoll sein. 

Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch.
Frank MAAS

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